ARTE zum Tag der Gebärdensprache

ARTE zum Tag der Gebärdensprache 2017

Der deutsch-französische Kultursender ARTE zeigt morgen zum Tag der Gebärdensprache mit der deutsch-französischen gehörlosen Moderatorin Sabine Pacalon eine Kinder- und Jugendsendung mit Gebärdensprache:

ARTE - Tag der Gebärdensprache 2017

ARTE junior Das Magazin

24.09.2017 um 09:25 Uhr

Quelle: ARTE Junior Das Magazin

Der deutsch-französischer Kultursender ARTE ist bekannt für gute und fundierte Sendungen. Ich finde es toll, dass ARTE zum Tag der Gebärdensprache auch die Gebärdensprache mit in die Sendung einfließen lässt.

Die gehörlose Moderatorin Sabine Pacolon vermittelt in der Sendung eine saubere Wiedergabe in der deutschen und französischen Gebärdensprache.

Sie kommt selbst aus Frankreich und spricht die deutsche und französische Gebärdensprache. Sie ist unter anderem auch Moderatorin im Youtube-Kanal ALEX Berlin „Fingerzeig“.

Schaut also morgen rein in ARTE, es lohnt sich:

ARTE junior Das Magazin

24.09.2017 um 09:25 Uhr

Quelle: ARTE Junior Das Magazin

Zu guter Letzt:

Alles Gute zum Tag der Gehörlosen und Gebärdensprache 🙂

Eure Gehörlosbloggerin

Judith Harter

 

Nachschlagewerk zum Tag der Gehörlosen (Wikipedia):

„Der Tag der Gehörlosen ist ein internationaler Gedenktag, der immer am letzten Sonntag im September stattfindet. Er wurde 1951 von der World Federation of the Deaf (WFD – Weltverband der Gehörlosen) ins Leben gerufen.

In Deutschland wird er seit Mitte der 1970er durchgeführt. Die regionalen Gehörlosen-Verbände veranstalten anlässlich des Tages der Gehörlosen häufig jeweils einen Aktionstag, der meist an verschiedenen Samstagen im September und Oktober stattfindet. Sie nehmen ihn jährlich zum Anlass, um auf die Situation der bundesweit ca. 80.000 gehörlosen Menschen aufmerksam zu machen und für die Gebärdensprache zu werben.“

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Grimme Online Award 2017 für Laura M. Schwengber

Grimme Online Award für Laura M. Schwengber

Als ich diesen Artikel „Tagesschau Grimme Online Award“ las über die Vergabe der Grimme Online Award an Laura M. Schwengber mit ihrem Projekt „Die mit den Händen tanzt“, freute ich mich sehr!

Das Zitat von Laura M. Schwengber (Dolmetscherin für Gebärden- und Lautsprache) trifft zu:

„Gebärdensprache und Musik – das funktioniert“

Das kann ich voll bestätigen, denn das steht voll außer Frage!

Da sie lt. ihrer eigenen Aussage von Kopf bis Fuß auf Musik und Lieder eingestellt ist, und dazu noch die Gebärdensprache nutzt, hat sie sich nach vielen Jahren Übung und Weiterentwicklung mit ihrer Leidenschaft und Empathie einschließlich Feedback von Gehörlosen selbst bis zum Grimme Online Award – Preis verdient. Das ist eine Anerkennung für sie, aber auch für Gehörlose und diejenigen, die auf die Gebärdensprache abfahren.

Die Art und Weise, wie sie die Musik übersetzt, spricht mich an. Sie übersetzt nicht nur die Lieder, sondern zeigt auch an, welche Musikinstrumente gerade gespielt werden. Da ich mich selbst für Musik interessiere, mich persönlich aber eher auf die Melodie fokussiere und die Texte mich im Großen und Ganzen nicht so interessieren, begeistert es mich deshalb, dass sie die Musikinstrumente gebärdet. Das hilft mir, die Melodie bestimmten Instrumenten zuzuordnen und zu genießen.

Durch ihre jahrelangen Arbeiten als Dolmetscherin für Gebärden- und Lautsprache hat sie es mit Musik und Gebärden geschafft, dass das Publikum auf die Gebärdensprache aufmerksam gemacht wird. Durch ihr „Gute-Laune-Gesicht“ beim Musik-Gebärden spricht sie zusätzlich soviele Menschen an.

Ich freue mich sehr, dass sie den Grimme Online Award-Preis gewonnen hat. Ich wünsche ihr weiterhin viel Erfolg und gutes Gelingen beim Musik-Gebärden.

Auch für Hörende ist es schön, sie mit zu erleben.

Hier stellt sie sich vor:

oder hier:  Reportage HR „Die mit den Händen tanzt“

Eure Gehörlosbloggerin

Judith Harter

Schnell gebärden dank schnellsten Robotern

Schnell gebärden dank schnellsten Robotern

Stellt Euch vor, die Roboter können gebärden…

Bisher sah ich zwar einzelne Roboter, bzw. Gebärdenhände. Aber wenn die schnellsten Roboter Gegenstände auffangen können, dann müssten es auch bald solche Roboter geben, die flüssig gebärden können für Gehörlose 😀

Hier das Video mit den 5 schnellsten Robotern der Welt:

Das wäre was für Roboter-Technik-Freaks. Ich bin sehr gespannt, wann es soweit ist.

Vielleicht denken hier die Dolmetscher für Gebärdensprache – Lautsprache: „Hilfe, wir könnten ersetzt werden“ – jedoch bekommen Gehörlose, die auf darauf angewiesen sind, oft kurzfristig keinen Dolmetscher zur Seite gestellt.

Hier könnte man meiner Meinung nach zudem technische Abhilfe schaffen.

Hinter den Robotern stehen ja auch Menschen, die diese entwickelt haben – es ist faszinierend, was man so alles aus Ideen und der Technik machen kann.

Was meint Ihr dazu?

Eure Gehörlosbloggerin

Judith Harter

 

Museumsführung in Gebärdensprache im Stadtmuseum Simeonstift Trier

Museumsführung in Gebärdensprache im Stadtmuseum Simeonstift Trier

Führung für hörgeschädigte und gehörlose BesucherInnen am 11. März 2017 im Stadtmuseum Simeonstift Trier

Samstag, 11. März 2017, 15:00 Uhr

Stadtgeschichte im Stadtmuseum

Museumsführung für hörgeschädigte und gehörlose BesucherInnen mit Gebärdensprachdolmetscher Michael Schmauder-Reichert

Eintritt: € 4,-

Stadtgeschichte in einer Führung unmittelbar erleben – das ist für hörgeschädigte Besucherinnen und Besucher oftmals kaum möglich. In einer speziellen Veranstaltung für Museumsbesucher mit eingeschränktem Gehör findet am Samstag, 11. März, um 15:00 Uhr eine Führung mit Simultan-Übersetzung durch Gebärdensprachdolmetscher Michael Schmauder-Reichert statt. Der Rundgang beleuchtet die bewegte Geschichte der Stadt Trier – von der einstigen römischen Kaiserresidenz über das Mittelalter bis hin zu wichtigen Entwicklungen der Neuzeit und Gegenwart. Der Eintritt beträgt € 4,- pro Person.

Markar, Trebeta
Abbildung: Claudius Markar, Trebeta – Der sagenhafte Gründer der Stadt Trier, 1684 © Stadtmuseum Simeonstift Trier

 

 

Bibel-Gebärdensprachdolmetscher Kilian Knörzer

Bibel-Gebärdensprachdolmetscher Kilian Knörzer

Ein schöner Artikel über den Gehörlosen Kilian Knörzer als Bibel-Dolmetscher:

Bibel-Gebärdensprachdolmetscher Kilian Knörzer

Ich kann bestätigen, dass etliche Hörgeschädigte in der Kirche oftmals in der Kirchengemeinde ausgeschlossen sind und nur in der Gehörlosenseelsorge den Gottesdienst verstehen können. Dafür nehmen die Gehörlosen extra einen weiten Weg in Kauf, um etwas vom Glauben mitzubekommen. In den großen Städten ist es kein Problem, aber die vielen kleinen Dörfer – da gibt es derzeit einmal im Monat in der nächstliegenden Stadt ein Treffen im Gehörlosenverein mit integriertem Gottesdienst mit anschließendem Kaffee und Kuchen.

Dank des Internets eröffnen sich neue Möglichkeiten. Man kann sogar per Livestream einem großen Gottesdienst an Ostern und Weihnachten mit Gebärdensprachbegleitung folgen. Klasse, gell? Ich wiederhole mich zum x-sten Male: Das Internet ist ein Segen für Hörgeschädigte, auch wenn hier und da und dort noch Baustellen in Bezug auf die Barrierefreiheit bestehen.

Mir persönlich hat das Video von Kilian Knörzer angetan, in dem man seine Arbeit „Hinter den Kulissen“ bewundern kann. Meine persönliche Erfahrung und Beobachtung: Oftmals bringen solche Dokus „Hinter den Kulissen“ weitere Informationen, die man offiziell nicht erfährt, oftmals mit einem Schuss Humor inbegriffen, sehr angenehm und aufschlussreich. Aber hier nun der versprochene Film in Gebärdensprache und teilweise Untertitel 🙂

Das ist erst mal in Kürze, um auf den wichtigen Artikel über Kilian Knörzer als „der Dolmetscher, der die Bibel in Gebärdensprache übersetzt“ hinzuweisen. Ich werde in absehbarer Zeit mehr über ihn schreiben, sobald es mir die Zeit erlaubt 🙂 Also dranbleiben! Ich freu mich jetzt schon drauf!

Eure Gehörlosbloggerin

 

Buchvorstellung und Gewinnspiel „Adam der Affe“

Buchvorstellung und Gewinnspiel „Adam der Affe“

 

Seit dem 23. September 2016 gibt es in der Bücherwelt eine Neuerscheinung: das Kinder- und Jugendbuch „Adam der Affe“.

Die Einleitung für das Buch:

Der stumme Außenseiter Kenny entdeckt in einem Zirkuskäfig den Schimpansen Adam, der sich ihm in Gebärdensprache vorstellt. Interessiert erfährt Kenny, dass der Affe seinen Wortschatz von einem Wissenschaftler gelernt hat. Als im Zirkus ein Unfall passiert, den nur der Junge beobachtet, wird Adam beschuldigt und muss fliehen. Für die beiden beginnt eine spannende Abenteuerreise – mit dem Ziel, den Wissenschaftler zu finden. Doch bald werden die neuen Freunde zu Gejagten. Schafft Kenny es rechtzeitig, Adams Unschuld zu beweisen?

Wie ich bereits oben erwähnte, ist es ein Kinder- und Jugendbuch. Es richtet sich an 9- bis 13-jährige Leser. Ich stelle hier das Buch von Wolfgang Wambach vor:

Das Kinder- und Jugendbuch
Das Kinder- und Jugendbuch „Adam der Affe“

Zu beziehen ist das Buch über epubli – Buch Adam der Affe – Wolfgang Wambach oder auch Amazon* : http://partner.judithharter.de/adamderaffe

 

Ich habe das Buch selbst gelesen und empfand den Schreibstil des Autors Wolfgang Wambach als leicht, lebendig und flüssig. Das Lesen dieses Buches machte mir richtig Spaß und meine Neugierde war groß, wie die Geschichte zu Ende geht. Ich kann dieses Jugendbuch „Adam der Affe“ den hörgeschädigten, aber genauso den hörenden Kindern und Jugendlichen wärmstens empfehlen.  Es ist ein Abenteuer-Buch für Kinder und Jugendliche.

Im Buch kommt zwar kein Gehörloser vor, aber ein stummer Junge, der zwar hört, aber nicht sprechen kann. Damit er sich verständlich machen kann, ist er deshalb auf die Gebärdensprache angewiesen. Er begegnet einem Affen im Zirkus, der dank eines Forschers die Gebärdensprache beherrscht. Beide freunden sich an und müssen sich schnell gemeinsam auf ein Abenteuer einlassen. Die Kommunikation zwischen den beiden beruht komplett auf die Gebärdensprache.

Was mich besonders gefreut hat, ist der Sonderteil des Buches am Ende. Hier geht der Autor näher auf die Affen ein, sowie deren Gebärdensprache. Mit Bildern und Erklärungen, wie den Affen die Gebärdensprache beigebracht wurde. So etwas gibt es selten in den Kinderbüchern, dass am Ende die Fakten mit Bildern aufgezeigt werden.

Mehr als das möchte ich nicht verraten 🙂

Es müssen nicht immer nur Hörgeschädigte die Gebärdensprache können. Auch unter den Hörenden gibt es Leute, die aufgrund eines körperlichen Defektes nicht sprechen können und deshalb stumm sind. Diese kommunizieren dann mithilfe der Gebärdensprache oder nutzen heutzutage das Smartphone oder Tablet, das den aufgeschriebenen Text dem Gesprächspartner laut vorliest.

So, und jetzt habe ich die gute Nachricht:

Gewinnspiel Buch „Adam der Affe“ bis zum 06. November 2016

Der Autor Wolfgang Wambach hat mir ein Buch davon gesponsert für das Gehörlosblog-Gewinnspiel! Ich danke ihm ganz herzlich dafür!

Wer am Buch-Gewinnspiel „Adam der Affe“ teilnehmen möchte, muss folgendes tun:

Postet diesen Blogbeitrag in eurem Profil, zusammen mit dem Hashtag #gewinnspieladamderaffe

Ihr habt mehrere Möglichkeiten für die Teilnahme über folgende Socialportale:

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram

So kann die Teilnahme aussehen:

„Ich mache mit bei diesem #gewinnspieladamderaffe https://www.gehoerlosblog.de/buchvorstellung-und-gewinnspiel-adam-der-affe/

Der Hashtag und der Link müssen immer dabei sein.

 

Ich sammle jeden Teilnehmer mit diesem Hashtag #gewinnspieladamderaffe.

Die Auslosung des Gewinners erfolgt mit der Zufallsgenerator. Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen siehe: Teilnahmebedingungen zum Facebook-Gewinnspiel.

Toi, toi, toi, ich drücke allen Teilnehmern die Daumen bei dieser Verlosung!

Eure Gehörlosbloggerin

 

Musikvideo „Essig auf Zucker“ in Gebärdensprache

Musikvideo „Essig auf Zucker“ in Gebärdensprache

 

In diesem Beitrag Gebärdensprachpoet Jürgen Endress schrieb ich, dass ich näher darauf eingehen werde.

Es geht um die Gebärdensprachdolmetscherin Svenja Markert, die auch in diesem Achterbahn.TV-Video mit dem Gebärdensprachpoet Jürgen Endress zu sehen ist. Sie hat mit der Gebärdensprache eine Sängerin so angetan, dass diese sich die Gebärdensprache von ihr beibringen ließ.

Die Sängerin „Mine“ veröffentlichte ihr Musikvideo „Essig auf Zucker“ in Gebärdensprache und es gab einen Bericht darüber im Focus: „Sängerin Mine veröffentlicht Musikvideo in Gebärdensprache„. Darin beschreibt sie, dass sie vor diesem Musikvideo nie etwas mit den Gehörlosen zu tun hatte. Ich lasse die Sängerin Mine mit ihren eigenen Worten erzählen:

„Die Idee kam durch einen Poetryslam, bei dem ich zwischen den Slamern gespielt habe und Svenja Markert hatte das übersetzt. Sie ist eine wahnsinnig charismatische Frau und ich war ganz angetan. Außerdem finde ich es immer schön verschiedene Menschen zusammenzubringen. Ich hatte bisher quasi kein Kontakt zu Gehörlosen. ich denke ein Grund dafür ist die Sprache – denn ich beherrsche sie nicht und mir ist aufgefallen wie wenig sie in den Alltag integriert wird. Z.B. gibt es kein Schulfach was angeboten wird. Nicht mal eine AG – das finde ich sehr schade.
Es geht mir nicht darum mit dem Zeigefinger zu winken, sondern ich wollte eher sanft darauf aufmerksam machen. :-)“

Schön, oder? Das ist aber noch nicht alles.

Im Focusbericht steht noch drin: Sie hatte nur eine knappe Woche zum Üben der Gebärdensprache. Eine Woche zum Üben für ihr Musikvideo, durch die Gebärdensprachdolmetscherin Svenja Markert. Stellt Euch vor! NUR EINE WOCHE Zeit zum Üben der Gebärdensprache und schon stellte sie das Video auf die Beine.

WOOOUW, kann ich da nur sagen. Das hat sie ganz schön gemeistert in ihrem Musikvideo „Essig auf Zucker“:

Dieses Video hat inzwischen über 148.700 Aufrufe und hat somit etliche Menschen erreicht und ganz bestimmt viele davon berührt 🙂

Was da noch fehlt, ist die Untertitelung des Musiktextes im Video. Ich habe die Sängerin Mine bereits darauf angesprochen.

Das ist so krass und beeindruckend. Ich sage auf diesem Wege der Gebärdensprachdolmetscherin Svenja Markert sowie auch der Sängerin Mine ein Dankeschön für ihre tolle interne Zusammenarbeit für dieses Musikvideo „Essig auf Zucker“ in Gebärdensprache! Und ein Danke an Mine, dass sie bereit war, mir mit ihren eigenen Worten die Entstehung ihres Musikvideos zu beschreiben.

Bei der Tour der Sängerin Mine bis zum 19.05.2016 mit ihrem Single „Essig auf Zucker“ war die Dolmetscherin Svenja Markert bei einigen wenigen Konzerten dabei.

War da jemand von Euch dabei?

Eure Gehörlosbloggerin

Musik in der Gebärdensprache – Laura M. Schwengber

Musik in der Gebärdensprache – mit Laura M. Schwengber

 

Die Gebärdensprachdolmetscherin Laura M. Schwengber weiß ganz genau, was sie tut, wenn sie die Musik in die Gebärdensprache übersetzt.

Ich habe hier einige Hörende gefragt, die selbst KEINE Gebärdensprache beherrschen. Diese sagten: „Boah, die macht es sehr gut, das verstehe sogar ich, auch wenn ich keine Gebärdensprache kann.“

Die Musikinstrumente, die gerade bespielt werden, werden von ihr entsprechend mit den Händen sichtbar gemacht, der Gesang wird mit Text und Händen gezeigt und mit Untertitel begleitet zum besseren Verständnis, die Emotionen werden sichtbar gemacht.

Ich finde dieses Video sehr gut gelungen und berührend. So, wie sie das gerade bespielte Musikinstrument darstellt, macht sie die Musik sichtbar.

Von ihr gibt es noch mehr tolle Musik-Videos in der Gebärdensprache:

N-JOY.de – Neue Musikvideos in Gebaerdensprache

Sie lebt die Musik in der Gebärdensprache aus. Ich habe sie persönlich gefragt, was sie beim Übersetzen der Musik in die Gebärdensprache empfindet. Ihre Antwort:

„Ich steh da einfach total drauf. Musik und ich ist wie Topf und Deckel 😀

Musik ist ein Geschenk. Und es ist mir eine große Ehre, mit diesem Geschenk zu arbeiten. Musik ist ein Geschenk für alle – und wenn ich das Geschenk an alle weitergeben kann.“

Meine persönliche Meinung ist, dass Laura M. Schwengber es mit ihrer außergewöhnlichen Begabung schafft, viele Menschen, ob hörgeschädigt oder hörend, mit ihrer Musik-Gebärdensprache zu berühren. Es gelingt ihr, das Geschenk weiterzugeben 🙂 DANKE dafür!

Kennt Ihr noch weitere Musik-Gebärdensprachdolmetscher im deutschen Raum? Lasst es mich bitte wissen.

 

Eure Gehörlosbloggerin

Deafmedia – Geschichte lebendig machen

Deafmedia – Geschichte lebendig machen

 

Ich beobachtete schon länger den Youtube-Kanal von Deafmedia und das, was ich bis jetzt vorgefunden habe, gefällt mir. Denn die Deafmedia produziert richtig lebendige Videos, egal, ob Gebärdensprachpoesie, Geschichte, Bildung, Reportagen, virtuelles Reisetagebuch, Porträts, und vieles mehr. Gebündelt mit einem Schuss Humor sowie Satire. Ich habe meine Freude am Lesen derer Texte auf www.deafmedia.de sowie deren Youtube-Filme. Hier mal ein kurzer Ausschnitt aus deren Webseite, was ein Lachen in meinem Gesicht hineinzauberte:

„Die Redaktion (oder eher chemische „Reaktion“):
Wir sind eine winzig kleine Redaktion im Herzen Berlins und vor allem eins: „chaotisch“ – das allerdings NUR, weil wir einen Mangel an professionellen finanziellen und personalbedingten Kapazitäten haben. Dafür arbeiten wir mit dem Herz am Rechten Fleck und nehmen das Wort INKLUSION sehr ernst. Nur deshalb arbeiten bei, mit und für uns (zu 80% ehrenamtlich) eine Handvoll „bunter Hunde“: Blutige Amateure, leidenschaftliche Profis, Praktikantinnen & Studenten, Quereinsteiger & (bald fliehende) Aussteiger, stocktaube wie stockhörende Menschen, Frischfleisch-Jugendliche und Sesselpupser-Senioren, Analphabeten wie Alphabeten und keine Alpha-Tiere die nur Beten (das die nächste Sendung klappt).“

Dort sind lauter sympathische Darsteller vorzufinden. All die Namen kann man ja dort alles nachlesen. Jeder von ihnen leistet einen top Beitrag dazu.

Deafmedia.de bietet also alles in allem eine Jugend- und Bildungssendung in der Gebärdensprache UND Untertitel auf hohem Niveau und wird zu Recht von Aktion Mensch gefördert.

Mein liebster Film ist dieser:

Dieses Video „Eine kurze Geschichte der langen Geschichte von Polen“ von deafmedia.de – Rob Roy – da wird die Geschichte mittels Gebärdensprache, Untertitel und die Bilder sowie Clips über Polen so toll dargestellt, dass ich wie gebannt dran blieb, und der fast 50-minütige Film hat sich für mich richtig gelohnt. Die Geschichte wird lebendig rübergebracht und ich verstand mit großer Freude die Hintergründe des Landes Polen mit diesem Film viel, viel besser als in den Geschichtsbüchern!

Aber ansonsten ist jeder Film von deafmedia.de absolut zu empfehlen!

Auch Hörende, die sich für die Gebärdensprache interessieren und diese lernen wollen, profitieren davon! Denn wie schon gesagt, sind die Filme sehr gut aufgebaut und untertitelt, so dass man die zugehörigen Gebärden versteht und somit selbst gut umsetzen kann durch das Nachmachen. Das kann ich jedem Hörenden als Unterrichtsstoff in der Gebärdensprache ans Herz legen!

Ich wünsche dem Deafmedia.de – Team viel Erfolg und wünsche mir, dass sie einen langen Bestand hat. Weiter so! 😀

Eure Gehörlosbloggerin

Gebärden in den Klöstern

Gebärden in den Klöstern

 

Als Nachtrag zu meinem gestrigen Beitrag habe ich von einem Gehörlosblog-Leser  eine Quellenangabe bekommen, was mich so sehr gefreut hat.

Es geht hierbei um die Gebärden in den Klöstern, die ich gestern im Blogbeitrag „Uralte Gebärdensprache und doch immer aktuell“ erwähnt habe:

Gebärden in Klöstern
Gebärden in Klöstern

Quellenangabe: „Monastische Gebärdensprachen und Gebärdensprachanwendung im Kloster. Vom Schweigegebot christlicher Ordensgemeinschaften hin zur Gebärdensprachlichen Kommunikation in der monastischen Gehörlosenbildung“. Diese Information könnt Ihr Euch selbst herunterladen.

Es wird sogar ein Vortrag darüber gehalten und zwar beim 100. Katholikentag in Leipzig,  am 28. Mai 2016 um 13:45 Uhr. Siehe Katholikentag-Programm für Hörgeschädigte: Veranstaltungen Katholikentag 2016

Was ich sehr schön finde, ist, dass diese Gebärden in Klöstern im historischen Roman beschrieben werden, so wie dieses Buch „Der dunkle Spiegel“, das sich in Deutschland in Köln abspielt. Man glaubt gar nicht, in wievielen Büchern die Gehörlosen erwähnt werden! Und ich habe sehr viele Bücher gelesen. Es gibt derzeit zwei neue Bücher, in denen auch Gehörlose vorkommen. Ich blogge demnächst darüber. Man glaubt als Hörgeschädigte immer mal wieder, man würde vergessen werden. Aber es interessieren sich viel mehr Hörende dafür, als man ahnt. Das merke ich selbst als Gehörlosbloggerin, da mich immer wieder Anfragen von Hörenden erreichen, die mehr über Gehörlose und deren Lebensweise erfahren wollen. Mehr später 🙂

Umso mehr passen auch meine Blogbeiträge von gestern und heute zum jetzigen Pfingstfest. Das Pfingstfest ist auch ein Festtag der Sprachen (Quelle Wikipedia: „Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“ Link: Bedeutung Pfingsten)

Dazu gehört die Gebärdensprache unbedingt mit!

In diesem Sinne, Euch allen ein wunderschönes Pfingstfest aller (Gebärden)Sprachen!

 

Eure Gehörlosbloggerin