Gehörlosigkeit: Die Eingrenzung hängt zum Hals raus

Gehörlosigkeit: Die Eingrenzung Gehörlosigkeit hängt mir zum Hals raus

Deshalb habe ich eine neue Webseite www.judithgoeller.com aufgefädelt, auf der ich auch meine komplett andere Interessen einbringen kann, die nichts mit der Thematik Gehörlosigkeit zu tun haben. So kann ich mich besser „austoben“ neben meinem Gehörlosblog mit dem speziellen Thema Gehörlosigkeit.

Gleichzeitig dient mir diese auch als eine bessere Vernetzung über den Tellerrand hinaus.

Ich bestehe ja nicht nur aus Gehörlosigkeit, sondern bin in erster Linie ein Mensch, eben die Judith Göller. Ich habe vielseitige Interessen und nicht nur die Gehörlosigkeit im Blick. Und ich weiß, dass es vielen Hörgeschädigten ebenso ergeht. Und das will ich auf meiner neuen Webseite einbringen und mit euch allen dort vernetzen – mit euren Namen!

Jeder von uns ist ein „WER“ – mitsamt seinen Fähigkeiten, Stärken und starken Willen.

Mit oder ohne Gehörlosigkeit!

Damit ihr nicht etwas missversteht: Mein Gehörlosblog ist mir wichtig, sozusagen „mein Kind“, das ich liebe und immer pflege und mit neuem Stoff versorge – aber meine Person besteht eben nicht nur aus Gehörlosigkeit und ich schaue schon immer gerne über den Tellerrand hinaus, um meinen Horizont zu erweitern.

Für alle, die die Gehörlosbloggerin kritisieren

Ich bin eine kleine Frau,

habe Naturlocken und bin gerne blond, silberne Härchen sind darin zu finden,

habe zwei stramme Beine, auf denen ich sicher auf der Erde stehe,

einen noch einigermaßen knackigen Popöchen, auf dem ich mich setzen kann,

oder noch schön damit wackeln kann beim Tanzen,

habe zwei kleine Brüste, mit denen ich meine Kinder zuverlässig mit überschäumender Muttermilch versorgen durfte,

habe zwei strahlende, große und offene Augen, mit denen ich meine Welt sehe, betrachte und beobachte, und mit denen ich durch meine besondere Fähigkeit Lippenlesen hin zum 100 % Verstehen kompensieren kann,

habe einen Hirn, den ich tagtäglich mit hoher Leistung beschäftige und mit viel Stoff versorge,

habe volle Lippen und gute Beißerchen, ich lache und lächle warmherzig,

habe zwei kleine Ohren, auf dem einen ich mit Hilfe des Cochlea Implantates hören kann,

habe zwei Hände, mit denen ich meine Sprache unterstreichen, gebärden und fuchteln, streicheln, liebkosen, Dreck wegmachen, schreiben und bei der Arbeit kräftig einsetzen kann.

Ich habe meine zwei starke Arme, mit denen ich die Menschen an mich drücken kann, die mir wertvoll sind.

Ich präsentiere mich gerne immer mal wieder auf Fotos und im Film.

Ich weiß, ich bin keine Schönheit :-), wie dies in den Medien präsentiert wird.

Ich laufe auch schon  mal in Säcken statt in Kleidern herum.

Ich habe meine innere Schönheit und Kraft, die zu den Herzen der Menschen spricht und selbst von den Herzen der Mitmenschen gefunden werde.

Es macht mir Spaß, viele neue Seiten an mir selbst zu entdecken und zum Ausdruck zu bringen.

Und noch einiges mehr macht mich aus.

Und ich bin gehörlos, taub, schwerhörig, cochlea-implantiert und sogar werde ich taubstumm genannt, und, und, wie die Leute mich auch immer bezeichnen…

Ich besitze eine (komische) Stimme, mit der ich sprechen und auch brüllen kann, wenn ich die taube Wut im Bauch habe.

 

Immer wieder muss ich mich durchbeißen, durch Höhen und Tiefen,

immer stehe ich auf und gebe NIEMALS auf!

 

 

An all meine lieben Kritiker:

Noch nie ist ein Kritiker durch seine Kritik berühmt geworden!

Danke für eure Kritik 😀 – Ihr seid toll!

[youtube 8PWSA9h2Y-U]

 

CD ist dem ertaubten Beethoven zu verdanken

Überall sehe ich Spuren auf der Welt, wo die Taubheit bzw. Ertaubt-Sein eine große Rolle spielt und dank dessen so manche Dinge erfunden werden.

Ich bin kürzlich auf einen Bericht gestoßen, dass der „Vater der CD“ Norio Ohga (Unternehmen SONY) verstorben ist. Er erfand die CD, um „Die Neunte Sinfonie“ vom Beethoven ohne Unterbrechung abspielen zu lassen – und so ungestört die Musik anhören konnte. Beethoven war bereits ertaubt, als er seine neunte Sinfonie komponierte und diese Komposition war sehr lang – es dauert 74 Minuten.

Um es wortwörtlich aus der Presse zu zitieren:

„Die CD-Spieldauer von rund 74 Minuten basiert der Legende nach auf einer Forderung von Klassikliebhaber Ohga, wonach der neue Tonträger mindestens Beethovens neunte Sinfonie unterbrechungsfrei spielen sollte.“

(Quelle: http://www.n-tv.de/wirtschaft/Vater-der-CD-ist-tot-article3171701l)

Seit ich das weiß, werde ich von nun an bei jedem Anblick der CD’s mit Dankbarkeit an den ertaubten Beethoven denken, der die berühmte „Neunte“ Sinfonie als Ertaubter komponierte und so zur Erfindung der CD durch den japanischen Visionär Norio Ohga führte!

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich bringe es auf einen Nenner:

Beethoven    +   Ohga  =   CD

+689% für Sie, weil uns dieses Gerät taub macht

Dieser Titel sprang mir ins Auge und ich dachte, ÄH??? Wollen die Hörenden denn ein Gerät, das  taub macht?

Ich habe hier vor einigen Beiträgen versprochen, dass ich darüber bloggen werde (Vorausberechnen der Gehör-Schädigung möglich).

Der Titel wurde dabei auch nochmal umgeschrieben auf

„+689% Gewinn für Sie, weil Apple iPod & Co unsere Kinder taub machen“

Das klingt schon einleuchtender und es ist auch so – sicher könnt ihr nun erkennen, worum es geht, Gewinne zu machen?

Dann folgt hier eine Beschreibung:

„Was sie zu sehen bekommen, sieht völlig unspektakulär aus. Es ist fast schon langweilig. Es ist aber für Zig-Millionen Menschen in aller Welt – darunter für jeden 4. Jugendlichen in Europa – eine SENSATION, die ihr ganzes Leben verändert.

Vorne im Veranstaltungsraum sitzt wie verlassen ein Mädchen. Keiner applaudiert. Es muss absolut still sein im Raum…

Keiner hört etwas. Plötzlich lächelt das Mädchen und sagt: ICH HAB’S GEHÖRT.“

Stellt euch vor! Jeder 4. Jugendliche in Europa braucht es! Und an der Börse kann man mit an diesem Skandal (oder als Sensation umschrieben) verdienen:

„Die SENSATION spricht sich noch in derselben Stunde an den Börsen herum. Nicht nur in Frankfurt. Auch in New York und Shanghai… Der Kurs des Unternehmens, von dem ich hier spreche, kann nur steigen…

Warten Sie bitte nicht auf den folgenden Donnerstag, 14. Oktober. Denn an diesem Tag steht diese Sensation auch schon für die Masse der Anleger in der BILD-Zeitung…

Seit Jahren „schwerhörige“ Schülerin (17) hört Stecknadel – 10 Meter weit weg – fallen

Bitte, Sie müssen dann unbedingt schon die Aktie haben.“

Da, wir haben es nun: Die Aktie für Hörgeräte! Wartet, es ist noch nicht alles – ihr seht gleich, dass die Aufklärung über die vermehrte Schwerhörigkeit bzw. Taubheit in Europa an der Börse bestens bekannt ist:

„Neulich in einer deutschen Hauptschule…

Vorsichtig setzt Schularzt Dr. H. (58) dem 12-jährigen Peter einen Kopfhörer auf, dreht mit der rechten Hand den Knopf an dem Schuhschachtel großen Apparat neben sich ein bisschen nach rechts…

„Hörst du etwas?“, fragt er den Schüler. Blondschopf Peter schüttelt den Kopf. Dr. H. dreht weiter nach rechts. „Hörst du etwas?“ Peter schüttelt den Kopf. Schularzt Dr. H. dreht den Knopf noch ein Stück weiter nach rechts. „Jetzt muss er aber etwas hören,“ murmelt er dem Klasslehrer hinter sich zu… aber Peter scheint den hellen Fiepton aus seinem Kopfhörer nicht wahrzunehmen.

Eine Katastrophe. Und Sie sind als Investor hoch willkommen. Erhalten Ihr Danke in hohen Renditen. +150%, +300%, +689%…

Jeder 4. junge Mensch in Europa ist schwerhörig. Und es werden lawinenartig immer mehr… Fachleute sprechen schon von der…

GENERATION SCHWERHÖRIG

  • Die Zahl der 14- bis 19-jährigen mit mindestens 25 dB Hörverlust verfünffachte sich in den vergangenen 5 Jahren in Deutschland
  • Die Zahl der 20- bis 29-jährigen mit diesem Hörverlust verzweieinhalbfachte sich

 

Sehen Sie, wie stark die Zahl schwerhöriger Jugendlicher zwischen 14 und 19 Jahren in den vergangenen 5 Jahren stieg. Um +400%!!!!! Das ist gigantisch!!!!!!“

Unglaublich, dass das Anpreisen der Hörgeräte-Unternehmen mit zwei Worten im gleichen Zug geschieht: Katastrophe –  gigantisch

Ich staunte sehr über diese geniale Aufklärung des Börsianers für seine Anleger, warum er ihnen die Aktie für eine Hörgeräte-Firma zum Kaufen empfiehlt. Richtig deutlich aufzeigend – solch eine klare Aufklärung finde ich in der Presse sonst oft nicht, ja sogar dort vermisse ich sie richtig!

Wollt Ihr auch in die Schwerhörigkeit investieren? 😀 Warum eigentlich nicht, wenn auch Betroffene mit davon profitieren könnten… ^^ Aber das ist noch nicht alles, es geht noch weiter:

„Noch dazu, wo das Massen-Phänomen Schwerhörigkeit immer dramatischer wird…

Die Europäische Union beschränkte zwar den erlaubten Phon-Wert für mp3-Musikabspielgeräte wie den Apple iPod schon auf 100. Das ist aber immer noch genau so laut wie ein Presslufthammer in 10 Meter Entfernung.

Dabei ist ein Hörschaden schon bei einer Lautstärke von 85 dB(A) (in 7,5 m vorbeifahrender LKW) bei einer Einwirkdauer von 40 Stunden pro Woche möglich.

Was sich da zusammenbraut sehen Sie aber auch bei dem Unternehmen, von dem ich hier spreche. Die Zahl der Verkäufe seiner winzigen High-Tech-Produkte steigen steil an…

Die Verkäufe haben sich in 5 Jahren fast verdoppelt

Und diese Verkäufe können in den vergangenen Jahren nur massiv ansteigen. Es gibt nicht die geringste Hoffnung darauf, dass künftig weniger Hörgeräte gebraucht werden. Ganz im Gegenteil…

Die Hörschäden durch mp3-Player (sind ja sogar in Handys eingebaut) werden weltweit immer mehr. Die Kurve der Hörschäden steigt dramatisch an. Gerade sah ich eine erschreckende Studie aus den USA. Dieser Studie nach vervierfachte sich in den USA die Zahl der schwerhörigen Schüler in den vergangenen 10 Jahren.“

Sehr erschreckend, gell? Ich denke, viele Hörende begreifen „Sehr erschreckend“ erst dann, wenn sie selbst von der Schwerhörigkeit betroffen sein werden.

Es geht noch weiter mit der Aufklärung für den Kauf der Aktien von Hörgeräte-Firmen – soll ich weiter machen? 🙂 Schreibt mir einfach einen Kommentar und ich berichte weiter darüber.

Hörschädigung: zwischen Ohren nicht gewaschen?

Über diesen Satz musste ich so lachen – da ist einer von vielen Vorurteilen der Hörenden gegenüber den Nicht-Hörenden bzw. Hörgeschädigten! Es gab  jedoch auch Paroli (also Gegenüberstellungen bzw. Hinweise, dass man so nicht über Gehörschädigte/Behinderte reden darf).

Ich habe diesen Satz bei den Kommentaren für eine Vorstellung des Text-Makro für ein Onlinespiel gefunden:

http://www.onlinewelten.com/games/rift/specials/1×1-rift-makros-7771/

Die Leute, die über Hörbehinderte spotten und der Meinung sind, die Textchats während des Online-Spiels seien überflüssig – diese haben selbst in der eigenen grauen Masse zwischen den Ohren nichts gewaschen.

Das Verständnis der Gehörlosen (Poesie)

Unser Verständnis, unser Weltbild, dass unsere Hörbehinderung unsichtbar ist, war fremd für die Leute.

Die Hörenden wussten soviel, sie brauchten nichts von uns zu lernen.

Und das erlaubte ihnen, uns Hörgeschädigte für unwissend zu halten.

Die Gebärdensprache wurde verboten.

Das war Absicht:

Sie sagten sich, wir müssen diese Hörbehinderte zu Hörenden machen.

Vielleicht wollten sie damit auf ihre Weise sagen:

„Unsere Lebensweise ist gut, und ihr sollt sie auch haben.“

Aber:

Es war keine Liebe, was diese Dinge bewirkte.

Es ist einfach so:

„Nimmt man einem die geistige Freiheit weg, versiegt die Quelle, von der die Seele gespeist wird!“

© Judith Göller

Gehörlosblog-Rabatt für SOPOS – Open Minded – Konzert am 03.12.2010

Ich stellte fest, dass viele Hörgeschädigte nicht genau wissen, was SOPOS  – Open Minded eigentlich bedeutet.

SOPOS heißt ausgeschrieben Sense our possibilities – es bedeutet auf deutsch „Teste unsere Möglichkeiten“.

„Open Minded“ heißt auf deutsch so etwa wie „Freier Geist“ – offen für neue Wege.

So präsentiert die Projektgruppe SOPOS – bestehend aus hörenden und hörgeschädigten Künstlern –  am 3.12.2010 in Hamburg ihr Konzert zum Thema „Open Minded“. Siehe auch http://sense-our-possibilities.net/

Die Musik wird vom Untertitel per Beamer an die Leinwand begleitet, Okan Seese begleitet als Gebärdensprachpoet die Musik – so ist dieses Konzert offen für Hörgeschädigte und Hörende. Es wird auch ein lustiges Video mit den Gebärden-Begriffen aus einem Barkeeper-Leben gezeigt, wo die Hörenden und auch Hörgeschädigte mit Spaß und Freude die Gebärden nachmachen können! Das lockert die Stimmung voll auf und baut eine Brücke zwischen Hörgeschädigten und Hörenden, was schon in Bad Kreuznach bei der SOPOS-Premiere bewiesen wurde.

Am 20.11.2010 hatte das SOPOS-Team in Bad Kreuznach ihre Premiere. Es war ein erster Test für ihr neues SOPOS-Programm.

https://www.gehoerlosblog.de/allgemein/benefizgala-sopos-in-bad-kreuznach-mit-video-von-christopher-buhr
und
http://www.allgemeine-zeitung.de/region/wiesbaden/9659779

Das nächste Konzert findet am 3.12. im Opernloft Hamburg statt, Einlass ab 20h.

Weitere Infos unter
http://sopos.wordpress.com/events/03-12-2010/
oder
http://www.facebook.com/event.php?eid=145969675449664&index=1

http://www.youtube.com/watch?v=GDMgugqxbRQ (Videotrailer, Untertiteln können in Youtube unter „CC“ aktiviert werden)

Und siehe das  Programm als PDF SOPOS_EVENT_OPERNLOFT_3.12.10 (hier drauf klicken!)

Wir wollen wirklich schaffen, vor allem mit Java und Okan, ein deutsches „Signmark“ zu schaffen 😉
Was die Finnen können, sollten auch wir können 🙂
Alle Songs sind untertitelt! Sie werden auf einer Leinwand gezeigt. Okan macht den Sign Singer und macht auch zwei eigene Musikstücke, die er trotz Gehörlosigkeit produzieren konnte.

http://sopos.wordpress.com/aboutsopos/java-guidi/http://sopos.wordpress.com/aboutsopos/okan-seese/
Im Programm ist auch ein Tanzstück (Susie Cue Inc) dabei, das von Frauen durchgeführt wird, die die Gebärdensprache können.
http://sopos.wordpress.com/aboutsopos/suse-tietjen/

Dann kommt noch ein Amerikaner, VanWolfen, der nun auch einsteigen möchte. Er sagte, er liebt die Gebärdensprache.
http://sopos.wordpress.com/aboutsopos/van-wolfen/

Die Projektgruppe entschied sich für die Location „Opernloft Hamburg“, weil sie sehr gute technische Voraussetzung gerade auch für Gehörlose bietet, Licht, Bühne und Akustik.

Da der Eintritt im Opernloft nicht billig ist, dafür aber sehr guter Standort ist, denn:
Bei Opernloft handelt es sich um eine Oper und die Miete ist hoch.

Patrick Ohitekah und Nico Vogel (Bruder vom Charakterschauspieler Jürgen Vogel) entschieden sich dafür, damit Ihr alle bestmögliche Sicht habt. Im Opernloft ist die Tribüne aufsteigend, so dass auch die hinteren Reihen gut auf die Bühne sehen können.

Als großes Dankeschön möchte ich nun persönlich all meinen Fans einen Rabatt von rund 33,3 % geben! Per Newsletter schicke ich meinen Stammlesern weitere Infos darüber zu!

Wer nicht zu meinen Stammlesern gehört, aber gerne den Gehörlosblog-Rabatt haben mag für den SOPOS-Konzert, der kann mich kontaktieren zwecks Ticketbestellung:

rabatt (at) gehoerlosblog (Punkt) de

Benefizgala SOPOS in Bad Kreuznach – mit Video von Christopher Buhr

Die Benefiz-Gala mit SOPOS (was das ist, wird im Video gezeigt, ist selbsterklärend 🙂  ) ist mit Pannen gestartet – wie es eben echt typisch bei Hörgeschädigten ist – dennoch war das Publikum flexibel und die Stimmung wurde wunderbar. Der Organisator Patrick Ohitekah meisterte alles mit seiner Freundlichkeit, Humor; er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Wie er sich darauf verstand, die Resonanz von uns Leuten anzuziehen, so dass die Leute gerne mit halfen – beeindruckend!

Die Hörenden und Hörgeschädigten machten fleißig mit beim Nachmachen der Begriffe aus dem Barkeeper-Leben – dazu wurde dort das entsprechende Video gezeigt. Danach sollten sie zeigen, was sie gelernt hatten und das haben sie alle mit Spaß und Bravour geschafft. Patrick Ohitekah betonte anschließend, dass man mit Spaß und Freude am besten lernen kann.

Dann noch die Sängerin JAVA GUIDI mit ihrer atemberaubenden Korsette… sowie auch der gehörlose OKAN SEESE mit seiner Band – dazu noch der NICO VOGEL, der Bruder vom Charakterschauspieler Jürgen Vogel… SOPOS BAND FEAT …

Der Luthersaal war zwar nicht voller Leute, aber in diesem kleinen Rahmen hatten wir die tolle Gelegenheit, mit den Künstlern zu sprechen und Kontakte auszutauschen mit anderen Menschen, egal ob hörgeschädigt oder nicht.

Christopher Buhr verstand sich super drauf, diese bombastische Stimmung einzufangen und man sieht uns allen im Video an, wie gut es uns bei dieser Benefiz-Gala zugunsten der Gebärdensprach-Uni ging.

[youtube HpXZaIJS1A8]

Dann war die gehörlose Fotografin Anette H. Borhani mit von der Partie und sie machte ebenso tolle Fotos von allen Leuten im Saal. Hier einige Porträt-Ausschnitte aus ihrer Fotografierei (Bilder mit Copyright) – dann noch all die Bilder vom Fotografen Patric Böttcher (zu erkennen ohne Copyright!) – wunderschön, gell?

[ Nachtrag: es gibt inzwischen einen Pressebericht darüber: Allgemeine Zeitung ]

Alles in allem war es schön!

Zum Schluss noch eine direkt erlebte Anekdote nach diesem Benefiz-Gala in einem italienischen Restaurant:

Anette H. Borhani fragt den Wirt: „Können Sie die Gebärdensprache?“ Der Wirt fuchtelt mit seiner Hand und sagt: „He, ich bin Italiener!“

Soviel zu den Italienern und ihrer Körpersprache *zwinker*

Experten-Interview November 2010 im Deafservice.de

Meine (hörende) Namensvetterin Judit Nothdurft hatte das Vergnügen, mich zu interviewen für das monatliche Experten-Interview auf ihrer http://www.deafservice.de

So ist mein Interview für den November 2010 dort nachzulesen. Dort könnt ihr erfahren, was mich ausmacht (es ist jetzt mal ein Eigenlob und es stimmt 😀 !).

Dazu gibt es noch die Pressemitteilung über mich im Internet (Pressemitteilung Experteninterview November 2010) 🙂

Die tüchtige Geschäftsfrau Judit Nothdurft hat selbst zwei hörgeschädigte Söhne und ihr Deafservice.de ist mittlerweile eine sehr gute Anlaufstelle, um Kontakte zu vermitteln, egal in welcher Branche. Eben dort, wo es Menschen gibt, die selbst hörgeschädigt sind oder als Hörende Gebärdensprache beherrschen.

Jeder, der eine dieser Voraussetzungen erfüllt, und Dienstleistungen anbietet, kann sich dort eintragen lassen. Dazu hat Judit Nothdurft ein Anmeldeformular vorbereitet.

Wenn Ihr jemand selbstständigen Hörgeschädigten kennt, dürft ihr sie/ihn selbstverständlich auch vorschlagen für den Eintrag.