Geheimreport: So werden auch Sie Millionaer

Herzlich willkommen im Gehörlos-Blog

3. Februar 2010

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen meiner Blog-Beiträge von und für alle Menschen, ob hörgeschädigt oder hörend. Ich freue mich auf die Kommentare und neue Anregungen.

Mögen die Menschen hier zueinander finden und mehr Verständnis aufbringen für Menschen mit Handicaps und umgekehrt.

Seid ganz herzlich gegrüßt -

Judith Göller

Judith Göller

Jammern tabu beim guten Rutsch ins Neue Jahr 2010

31. Dezember 2009

Es gibt neuerdings ein Buch “Einwandfrei“, über die eine 39-jährige Mutter einer gehörlosen Tochter und hörenden Sohn berichtete. Sie verschlang dieses Buch und begriff, dass es sich oftmals nicht lohnte, sich über Dinge aufzuregen, die es eigentlich nicht wert waren.

Dabei hatte es diese Mutter nicht leicht - sie verlor eine Tochter bei der Geburt und ihre andere 5-jährige Tochter ist gehörlos. Nachdem sie dieses Buch gelesen hatte, startete sie den Selbstversuch, 21 Tage lang nicht zu jammern. Ihr 15-jähriger Sohn fand diesen Selbstversuch klasse und erinnerte seine Mutter jedesmal daran, wenn sie anfing zu jammern oder sich aufzuregen.

Die Gehörlosenschule von ihrer Tochter ist sogar begeistert von diesem Buch und nimmt es auch im Unterricht auf.

Wenn wir einen Rückblick in das Jahr 2009 machen, denkt Ihr dabei an die guten Erinnerungen, bei denen Ihr ein Lächeln auf euren Lippen habt? Oder habt Ihr gar so gejammert, dass es nicht so gelaufen ist, wie es sein sollte?

Wenn man jammert, gibt man auch dem Jammern mehr Energie, so dass sich hier ein Teufelskreis hochzieht - es nimmt kein Ende mehr. Positive Dinge werden nicht mehr beachtet. Denn unsere Kraft folgt den Gedanken, egal ob positiv oder negativ.

Böse Erinnerungen sind nicht alles - und Jammern ist Selbstvergiftung.
Darum, lasst uns alle Gelassenheit üben und schöne Erinnerungen aus 2009 ins Jahr 2010 mitzunehmen und weiter darauf zu bauen.

Wer sich für dieses Buch interessiert, hier ist es:

Hier der Pressebericht über diese Mutter Tanja Wolters (hier klicken)

Ich wünsche allen auf diesem Wege einen wunderbaren Rutsch ins Neue Jahr 2010! Freut euch des Lebens und stoßt darauf an!!! :-D :-D :-D

Logo Gehörlosblog

23. Dezember 2009

Ich stelle nun meinen Logo für Gehörlosblog vor:

Gehörlosblog-Logo

Versteht Ihr die Botschaft in meinem Logo? Was sagt dieses Logo aus?

Ich möchte es gerne von Euch wissen, um zu sehen, ob mein Vorhaben mit der Botschaft im Logo gelungen ist.

Mit den Zähnen besser hören?

23. Dezember 2009

Als ich den Titel “Besser hören mit den Zähnen” las, musste ich erst mal lachen. Wohl auch, weil ein Bild von einer der Simpsons-Figur darunter war - mit einer besonderen Ähnlichkeit eines Royal-Mitgliedes. Ich lachte eher aus Ungläubigkeit darüber.

Ist so etwas wirklich wahr? Oder nur ein Fake?

Ich kann mir so etwas wirklich nicht vorstellen - allerdings, wenn man am Knochen etwas dranbringt, dann spürt der ganze Körper das. Womit ich schon mal bei einer Operation dieses äußerst schmerzhafte “Knochen-Vergnügen” hatte, das war schon ein kleines OP-Trauma, brrrr…

Unter dem Titel steht folgendes, dass eine Firma an einem neuen Hörgerät arbeitet, mit dem die Personen mit einseitiger Taubheit wieder hören können. Diese macht sich die Technik mit den Vibrationen in der Kauleiste (also dort, wo die Zähne sitzen) zunutze. Dabei wird ein kleines Gerät an einem Zahn befestigt und die Schallwellen über die Knochen werden dann von dort aus ins Mikrofon im tauben Ohr übertragen.

Dieses Hörgerät wird zurzeit angeblich in den U.S.A. getestet…

Wer weiß, ob es wirklich stimmt - es ist ja alles möglich und dass die Knochen die Vibrationen weitergeben, kann ich selber aufgrund eigener Erfahrung bestätigen.

Und wer hat selbst bereits dieses Zahn-Hörgerät und kann von seinen Erfahrungen berichten?

Mehr auf dem Link:

“Besser hören mit den Zähnen”

Und hier siehe Webseite der Firma mit dem “Zahn-Hörgerät (auf englisch):

http://www.sonitusmedical.com/

http://www.sonitusmedical.com/product/images.cfm (mit Bildern vom Zahn”hörgerät”)

Gehörloser Online-Redakteur bei der Stiftung MyHandicap

22. Dezember 2009

Ich hatte das Vergnügen, mit dem gehörlosen Online-Redakteur Thomas Mitterhuber von der Stiftung MyHandicap gemeinnützige GmbH zu kommunizieren.

Sehr beachtlich, was er dort für Aufgaben hat:

-         Artikel schreiben und redigieren.

-         Forum betreuen

-         Fachexperten konsultieren zu jeweiligen Forum-Fragen

-         Für Recherchen zu den Forenfragen oder Artikeln telefoniert er per TESS

-         Zuständig für technischen Support

In der Tat ist der Forum bei www.myhandicap.de kein gewöhnliches Forum. Denn die Stiftung MyHandicap hat Fachexperten aus verschiedenen Sachbereichen: Anwälte, Ärzte, Architekten, Psychologen und Betroffene – diese geben qualitativ hochwertige Antworten auf die Forenfragen. Dann kommt noch hinzu, dass jeder Forenbeitrag bewertet werden kann. Das hilft anderen Usern mit vergleichbaren Anliegen/Anfragen.

Dort gibt es noch nicht viele Themen rund um das Gehör, wird sich aber auf jeden Fall ändern.

Die Stiftung MyHandicap hat zum Ziel, die Lebenssituation von Menschen zu verbessern, die durch körperliche Behinderung oder chronische Krankheiten in ihrem Alltag beschränkt sind. So sollen die Betroffenen die Möglichkeiten bekommen, ein selbständiges Leben führen zu können. Dank den Informationen und Beratung, die sie bei www.myhandicap.de bekommen.

So ist die www.myhandicap.de eine virtuelle Anlaufstelle für die Betroffenen und deren Mitmenschen – so kann man sich schnell und unkompliziert Rat und Informationen einholen – ohne typische Bürokratie, die alles ausbremst. Alles kostenlos und unabhängig!

Ich begrüße diese Internetplattform sehr, denn dort kann man vielen Menschen mit Behinderung im positiven Umfeld begegnen und da wird man auch motiviert, selbstbestimmtes Leben nach eigenen Vorstellungen und Talenten/Fähigkeiten zu finden.

Ah ja, was mir noch sehr positiv aufgefallen ist, ist die öffentliche und kostenlos zugängliche Datenbank MyAdress, mit der die Stiftung www.myhandicap.de ein interaktives Online-Adressverzeichnis in Europa aufbaut.

Dieses Adressverzeichnis ist für jeden hilfreich, der im Alltag besondere Hilfe braucht, z.B. Parkplätze, Toiletten, Akut- und Unfallkliniken, Tankstellen, Einkaufen, Freizeit, Gesundheit, Vereine, Bildung und Banken. Einfach alles, was den Menschen mit Behinderung den Alltag erleichtert. Eben barrierefreie Adressen…

So können sich hier auch die Schriftdolmetscher und Gebärdensprachdolmetscher für Hörgeschädigte eintragen, um ihnen die Kommunikation mit den hörenden Menschen zu erleichtern. Aber auch Hörgeschädigte können sich hier auch selbst einbringen, und Empfehlungen weitergeben, die in ihrem eigenen Leben sehr helfen, selbständig zu sein im Alltag.

Die MyHandicap-Botschafter sind selbst Betroffene und haben steinigen und leidvollen Weg zu einem weitgehend selbstbestimmten Leben bereits zurückgelegt und wollen ihre Erfahrungen an andere weitergeben. Sie kennen ja den Schmerz, die Verzweiflung, die Frust, die Ängste zu gut, die sie selbst durchmachen mussten / hin und wieder noch müssen.

Alles in allem setzt sich MyHandicap aktiv für die (Re-)Integration von Menschen mit Behinderung ein!

Und eben der Online-Redakteur Thomas Mitterhuber ist selbst gehörlos!

So sieht man, im www.myhandicap.de wird sehr bemüht, alles abzudecken, egal welcher Behinderung! Finde ich sehr gut!

Preisverleihung für gehörlosen Forscher

19. Dezember 2009

Der gehörlose Forscher Ingo Barth wurde mit einem Preis im Bereich Quantenchemie ausgezeichnet.

Was war ich da sooo beeindruckt, als ich den Pressebericht über ihn las. Wow, ein gehörloser (!!!) Forscher! Da bin ich richtig stolz darauf.

Doch nun mehr über ihn und sein Durchhaltungsvermögen, der ihn zum Erfolg brachte:

Ingo Barth wurde vom Berliner Studentenwerk an der Technischen Universität Berlin unterstützt, mit Mitschreibekräften. Bei den Vorlesungen und Seminaren konnte er mittels Tafelanschriften, projizierten Folien und Mitschriften (ohne erklärenden Text der Dozenten) folgen.

Als er sich an der Freien Universität bewarb für eine Doktorandenstelle, war sein Doktorvater (Prof. Jörn Manz) skeptisch. Dieser hatte überhaupt keine Erfahrung mit Gehörlosen und lehnte die Bewerbung von Ingo Barth ab. Ingo jedoch gab nicht auf und bewarb sich noch einmal. Damit erreichte er, dass er für eine 3-Monate-Probezeit in die Forschungsgruppe aufgenommen wurde. Nach nur einem Monat erkannte der Prof. Jörn Manz, dass sein neuer gehörloser Mitarbeiter Gold wert war.

Seine Forschungsarbeit könnte die Grundlage für ein Quantencomputer sein.

Ich wünsche ihm weiterhin viel Erfolg - und dass er trotz durchlittener Frustrationen aufgrund seiner Gehörlosigkeit durchgehalten hat und weiterhin durchhält.

Mehr im Pressebericht:

http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Sonderthemen;art893,2977242

Twitter nun auch auf deutsch

19. Dezember 2009

Yuppieh, es gibt Twitter nun auch auf Deutsch!

Wusstet Ihr, dass die deutsche Sprache einer der wichtigsten 4 Weltsprachen ist?

Wenn ihr mir gerne auf Twitter folgt, hier mein Link:

http://twitter.com/JudithGoeller

Herzlich willkommen beim deutschen Twitter ;-)

Ozzy Osbourne: fast taub und ängstlich

14. Dezember 2009

Viele kennen den bizarren Rocksänger Ozzy Osbourne

Ozzy Osbourne ist fast taub und ängstlich

Nun lernen wir an ihm eine andere Seite kennen. Er offenbart, dass er aufgrund seiner starken Schwerhörigkeit ängstlich ist und viele Probleme hat. Er kann nur noch verstehen, wenn einer direkt vor ihm steht.

Seine Frau Sharon wird selbst wahnsinnig in den Gesprächen mit ihm, wegen seinen massiven Hörproblemen. Weil er entweder gar nichts oder alles falsch versteht. Er hat auch seit Jahren Tinnitus.

Bei der krachenden Rockmusik, mit der Ozzy Osbourne sich ständig volldröhnte bei seinen Konzerten, ist es kein Wunder, dass sein Gehör sich so dermaßen verschlechterte.

Ein abschreckendes Beispiel… Diese Probleme mit dem “entweder gar nichts oder falsch verstehen” kennen die Gehörlose ja zu gut! Wie schnell kommen da die Missverständnisse auf?

Auch bei mir gibt es immer wieder Missverständnisse - an den Tagen, an denen ich müde bin und nicht 100%ig aufnahmebereit bin, da geht’s turbulent zu mit den Missverständnissen.

Einzige hörbehinderte Truckerin Verena Künne wird immer bekannter

8. Dezember 2009

Über die einzige gehörlose Lastkraftwagenfahrerin Verena Künne in ganz Deutschland berichtete ich im folgenden Beitrag:

Hörbehinderte 40-Tonnen-Powerfrau aus Speyer

Ab heute erscheint im Zeitschrift-Handel die Zeitschrift “Trucker” (Ausgabe Januar 2010 - Nr. 1). Die Zeitschrift sieht so aus:

Trucker-Zeitschrift

In dieser Zeitschrift steht auf der Seite 70 eine Reportage über die Truckerin Verena Künne: “Das Auge hört mit”. Die Trucker-Redakteurin hat sie einen ganzen Tag bei ihrer Arbeit begleitet und daraus entstand eine schöne Bild-Reportage.

Es ist ein sehr interessanter Bericht und gleichzeitig ein Aufruf an alle Hörbehinderte:

Habt Mut und packt außergewöhnliches an! Verfolgt das Traumziel beharrlich!

Es muss ja nicht gleich ein Truck sein ;-)

NACHTRAG: Diese Januar-Ausgabe 2010 vom “Trucker” gibt es nicht mehr zu kaufen!

Bill & Tom vom Tokio Hotel outen sich schwerhörig

30. November 2009

Viele von euch kennen ja die “Tokio Hotel”. Da haben sich die Zwillingsbrüder Bill & Tom Kaulitz kürzlich als Schwerhörige geoutet.

Nun wissen dank den beiden mehr Menschen, warum die Hörbehinderten oft zu laut sprechen.

Mehr über das Geständnis der beiden:

http://www.oe24.at/leute/Tokiohotel-Bill-und-Tom-Kaulitz-schwerhoerig-0587447.ece

Die Kommentare unter diesem Artikel zeugen wiederum von Unwissenheit der Menschen.

Auch Hörbehinderte lieben Musik.

Ich finde es jedoch sehr bedauerlich, dass viele Menschen ihre Schwerhörigkeit lieber verstecken als offen dazu stehen.

Früher hatte ich eine sehr gute schwerhörige Freundin. Jedes Mal, wenn ich mit ihr in die Stadt ging, zog sie sich vorher die Hörgeräte aus oder richtete ihre Frisur so, dass ihre Hörgeräte nicht zu sehen waren. Aber sie zog sich lieber die Hörgeräte aus, damit ihr die Hörbehinderung nicht anzusehen war. So etwas habe ich nie verstanden. Weil sie die Leute öfter fragen musste, was diese gesagt haben und ohne Hörgeräte nuschelte sie so sehr, dass die Hörenden sie kaum verstanden. Das hat mich sehr genervt.

Wenn man zu seiner Hörbehinderung steht, und gleichzeitig offen ist für die Begegnung mit anderen Menschen, kann zu 95 % mit Verständnis seiner hörenden Mitmenschen rechnen.

Viele ältere Menschen, die altersbedingt schwerhörig werden, können sich auch oft ihr schlechteres Gehör nicht eingestehen. Das sind wirklich “harte Nüsse”. Oftmals aus Scham.

Also, wenn jemand permanent schreit, wisst ihr, ihr habt einen Schwerhörigen vor euch stehen :-)