Gehörloser Schwimmer mit CI bei Deafswimworld.com

Auf dem Blog www.deafswimworld.com finden wir einen sehr interessanten Bericht / Video über einen gehörlosen Schwimmer aus den U.S.A., der auch ein CI-Träger ist.

Seine Mannschaft erlernte extra für ihn die Gebärdensprache, damit er sich in seinem Schwimmteam wohl fühlt. Das ist wirklich super.

Hier sieht man auch deutlich, dass die CI-Träger TROTZ des Cochlea Implantates hörbehindert bleiben. Beim Schwimmen darf man eben das Gerät nicht tragen und dann ist man erst recht auf das Mundabsehen sowie Gebärdensprache angewiesen, damit die Kommunikation weiterhin fließend bleibt. Aus dem Grund müssen wir CI-Träger, genauso auch die Hörgeräte-Träger, flexibel werden bzw. bleiben und uns das bewahren:

– Mundabsehen

– Gebärdensprache

Nur so machen wir uns etwas unabhängiger von der Technik bzw. bewahren uns ein Stück Unabhängigkeit.

Ein Cochlea Implantat ist und bleibt immer „nur“ eine Prothese und macht uns noch lange nicht zu Hörenden. Wir sind und bleiben immer hörbehindert.

Ich selbst bezeichne mich nach wie vor als gehörlos, auch wenn ich mit meinem Cochlea Implantat viel besser hören kann als mit Hörgerät.

Das Mundabsehen bewahre ich mir weiterhin und ebenso auch die Gebärdensprache. Beim Duschen, Baden und Schwimmen oder wenn das Gerät mal aussetzen sollte, bin ich schlichtweg taub.

Ähnliche Beiträge

  • Barrierefreiheit in den Medien für Gehörlose

    Barrierefreiheit in den Medien für Gehörlose Das hier ist die Ergänzung zum aktuellen Blogbeitrag von Julia Probst in Sachen Barrierefreiheit – http://meinaugenschmaus.blogspot.com/2012/01/ein-lob-die-bundesregierungl#comment-form. Der alte Beitrag unten stammt aus 2008 und es ist dadurch sehr sichtbar, wie viel noch angepackt werden muss, um die Barrrierefreiheit für Gehörlose anzustreben. Die Barrierefreiheit ist trotz der einzelenen Erfolge in…

  • Gehörlose können alles, nur nicht hören

    Gehörlose können alles, nur nicht hören   Stimmt dieser Spruch denn überhaupt? Meiner Meinung nach stimmt der Spruch überhaupt nicht! Nennt mir bitte Beispiele, was die Gehörlosen NICHT können aufgrund der Hörbehinderung und NICHT ausüben dürfen… Zum Beispiel: – Diskutieren mit Hörenden – Flugschein verboten – Hören ist Voraussetzung! Ich selbst wollte eigentlich Sportlehrerin werden,…

  • Klatsch & Tratsch bei Gehörlosen – mit Video –

    Über mein gehoerlosblog wurde ich von einer Journalistin angeschrieben bezüglich des Klatsches und Tratsches bei Gehörlosen. Worin der Unterschied bei Gehörlosen besteht usw. Vom Mail-Austausch mit der Journalistin Tina Schramm aus Karlsruhe habe ich den ausführlichen Klatsch & Tratsch-Bericht über Gehörlose sowie deren Unterschiede hochgeladen, den sich jede/r Interessierte/r herunterladen kann zum Lesen. Für den…

  • Verschlüsselung von sensiblen Daten mit Boxcryptor

    »Werbung« Verschlüsselung von sensiblen Daten in der Cloud Die Verschlüsselung von sensiblen Daten sowie die Privatsphäre ist so wichtig für jeden von uns. Wir müssen uns vor Datenklau und Privatsphäre schützen. Dafür gibt es unter anderem die Software Boxcryptor, die die Daten verschlüsselt und dann in der Cloud abgelegt werden. Diese Software ist „Made in…

  • Besser hören – Hörgeschädigte als Vorbild

    Ich las kürzlich in einer Zeitschrift einen kleinen Artikel über besser hören. Da steht folgendes drin: „Wer im Gespräch den Mundbewegungen seines Gegenübers folgt, versteht ihn auch akustisch besser. Das haben die Wissenschaftler herausgefunden.“ Dann wurde ein prominentes Beispiel am Schauspieler Johannes Heesters aufgezeigt. Er „liest“ zusätzlich die Lippen seiner Frau Simone, um sie besser…

  • Gehörlose Veronika Beilstein durch tragischen Unfall gestorben

    Die Tochter hat mich gebeten, für ihre gehörlose Mutter die Todesanzeige hier zu veröffentlichen, weil ihre gehörlose Mutter so viele Leute kannte, die sie nicht kennt. Alle Gehörlose, die ihre gehörlose Mutter kannten, sind auf ihrer Beerdigung willkommen. Hier die Todesanzeige: ___§____ ___§____Wenn sich der Mutter Augen schließen, ___§____zwei Hände, ruh´n,die einst so viel geschafft,…

Ein Kommentar

  1. Sehr geehrte Frau Göller,

    recht haben Sie, man sollte natürlich die anderen „Hilfmittel“ nicht aufgeben, weil Hörgeräte und CI´s nach wie vor „Krücken sind.
    Weiterhin helfen Fähigkeiten wie Lippenlesen, LBG, DGS, etc. zusätzlich zur Verwendung von technischen Hörhilfen noch mehr zu verstehen. Man kann dann die übrigen Redundanzen der jeweiligen Situation noch besser ausnutzen.
    Aber ich glaube, dass die frühkindliche Versorgung mit wirksamen Hörhilfen es ermöglicht, dass hochgradig hörgeschädigte Kinder den Weg des biologisch ursprünglichen vorgesehenen Spracherwerbs gehen, nämlich durch Hören und Nachahmen (Details erspare ich uns an dieser Stelle) und selber produzieren.
    In der Schule kann dann auf die erworbene Lautsprache aufgebaut und Lesen und Schreiben erlernt werden.
    Nur so können Hörgeschädigte wirklich unabhängig werden! Nur wenn man sich unabhängig von anderen (sprachkompetenteren) Wissen (z.B. aus Fachbüchern …) aneignen kann, ist man wirklich unabhängig.

    Ein Betroffener

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert