Gehörloser Schwimmer mit CI bei Deafswimworld.com

Auf dem Blog www.deafswimworld.com finden wir einen sehr interessanten Bericht / Video über einen gehörlosen Schwimmer aus den U.S.A., der auch ein CI-Träger ist.

Seine Mannschaft erlernte extra für ihn die Gebärdensprache, damit er sich in seinem Schwimmteam wohl fühlt. Das ist wirklich super.

Hier sieht man auch deutlich, dass die CI-Träger TROTZ des Cochlea Implantates hörbehindert bleiben. Beim Schwimmen darf man eben das Gerät nicht tragen und dann ist man erst recht auf das Mundabsehen sowie Gebärdensprache angewiesen, damit die Kommunikation weiterhin fließend bleibt. Aus dem Grund müssen wir CI-Träger, genauso auch die Hörgeräte-Träger, flexibel werden bzw. bleiben und uns das bewahren:

– Mundabsehen

– Gebärdensprache

Nur so machen wir uns etwas unabhängiger von der Technik bzw. bewahren uns ein Stück Unabhängigkeit.

Ein Cochlea Implantat ist und bleibt immer „nur“ eine Prothese und macht uns noch lange nicht zu Hörenden. Wir sind und bleiben immer hörbehindert.

Ich selbst bezeichne mich nach wie vor als gehörlos, auch wenn ich mit meinem Cochlea Implantat viel besser hören kann als mit Hörgerät.

Das Mundabsehen bewahre ich mir weiterhin und ebenso auch die Gebärdensprache. Beim Duschen, Baden und Schwimmen oder wenn das Gerät mal aussetzen sollte, bin ich schlichtweg taub.

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Ein Kommentar

  1. Sehr geehrte Frau Göller,

    recht haben Sie, man sollte natürlich die anderen „Hilfmittel“ nicht aufgeben, weil Hörgeräte und CI´s nach wie vor „Krücken sind.
    Weiterhin helfen Fähigkeiten wie Lippenlesen, LBG, DGS, etc. zusätzlich zur Verwendung von technischen Hörhilfen noch mehr zu verstehen. Man kann dann die übrigen Redundanzen der jeweiligen Situation noch besser ausnutzen.
    Aber ich glaube, dass die frühkindliche Versorgung mit wirksamen Hörhilfen es ermöglicht, dass hochgradig hörgeschädigte Kinder den Weg des biologisch ursprünglichen vorgesehenen Spracherwerbs gehen, nämlich durch Hören und Nachahmen (Details erspare ich uns an dieser Stelle) und selber produzieren.
    In der Schule kann dann auf die erworbene Lautsprache aufgebaut und Lesen und Schreiben erlernt werden.
    Nur so können Hörgeschädigte wirklich unabhängig werden! Nur wenn man sich unabhängig von anderen (sprachkompetenteren) Wissen (z.B. aus Fachbüchern …) aneignen kann, ist man wirklich unabhängig.

    Ein Betroffener

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