Das Dorf in der Heide

 

… dieser Film „Das Dorf in der Heide“ geisterte bereits in der TV-Welt herum, unter anderem im Tagesthemen (hier klicken) sowie WDR (hier klicken).

Der Film wurde 1956 in Reken gefilmt, unter Regie des Regisseurs sowie Schauspielers Hans Müller-Westernhagen, der Vater vom Sänger Marius Müller-Westernhagen. Ca. 57 Jahre später wurde der Film wieder gefunden, jedoch ohne Drehbuch sowie Tonmaterial. Mit Hilfe von zwei Lippenleserinnen konnte ca. 20 bis 25 % des Filmdialogs ausgewertet werden für die Vertonung und Fertigstellung des Filmes.

Gefunden von Anton Heilken: Der Film von Hans Müller-Westernhagen – in Reken gedrehter Heimatfilm erscheint 57 Jahre nach Entstehung

Fotoquelle: http://www.wn.de/

Die Premiere des Filmes „Das Dorf in der Heide“ fand bei den Lüner Kinofestspiele am 24.11.2013 statt und erweckte großes Interesse in den Medien:

Das-Dorf-in-der-Heide-Ein-Film-aus-Reken-feiert-nach-ueber-50-Jahren-Premiere

Als beteiligte Lippenleserin an diesem großartigen Filmprojekt konnte ich leider nicht an dem Tag der Premiere in Lünen beiwohnen, da ich Grippe bekam und das Bett hüten musste.

Am 5. Dezember 2013 fand die Uraufführung des Filmes in der Gemeinde Reken statt. Trotz meines hartnäckigen Husten und des angekündigten Orkans Xaver wollte ich aber unbedingt das Endergebnis des Filmes „Das Dorf in der Heide“ miterleben. Leider hatte ich wegen dem Unwetter und der dadurch verursachten Staus eine sehr anstrengende Fahrt und kam ca. eine halbe Stunde zu spät zur Uraufführung. Wegen meinem hartnäckigen Husten begab ich mich im Saal des „Rekenforum“ in die hinterste Reihe, um das Publikum mit meinem Husten so wenig wie möglich zu stören.

Da saß ich nun im Saal und konnte den Film endlich im fertigen Format anschauen. Ich empfand Stolz und eine große Ehre, zusammen mit meiner Lippenlese-Kollegin Sonja Renken-Muehlbacher eine bedeutsame und maßgebliche Rolle in diesem Filmprojekt zu haben. Ich war so gerührt, dass das ganze Filmteam – vorwiegend aus Studenten bestehend – es super packte, die ausgewerteten Filmdialoge passgenau zu den Mundbewegungen der Schauspieler anzusetzen. So dass man praktisch unsere excellente Lippenlese-Arbeit an entscheidenden Stellen nachprüfen kann.

Der Film „Das Dorf in der Heide“ hat eine sehr gute Filmqualität und saubere sowie langsame Filmführung, so dass man die Schönheit der Schauspieler, der Landschaft, des Dorfes, der Autos und die Dialoge so richtig und gemütlich bewundern konnte. Zuweilen wurden auch moderne Ausdrücke von Studenten „in den Mund der Schauspieler“ gelegt, so dass es Lacher im Publikum gab 😀 Ich wurde in eine heile Welt der 50er Jahre entführt.

Nach dem Film-Ende hatte ich ein Gespräch mit dem Projektleiter Herrn Heilken und weiteren Teammitgliedern. Von Hr. Heilken erfuhr ich, dass er zuerst nicht so ganz ernstgenommen wurde, als er vorschlug, Lippenleser für den Film einzusetzen, weil es unkonventionell war. Aber er hat sich darin bestätigt gefühlt, weil wir Lippenleserinnen 20 bis 25 % von den Filmdialogen wiedergeben konnten.

Auch hatte ich die Ehre, mit der anwesenden Schauspielerin Inge Rassaerts zu sprechen, die im Film die Magd Stine spielte. Ich musste schmunzeln, weil ich an ihrem Mundbild sofort erkannte, welche Rolle sie damals im Film hatte 😀

Anton Heilken, Michael Wiedemann und die Schauspielerin Inge Rassaerts – die im Film „Das Dorf in der Heide“ die Magd Stine spielte

Fotoquelle: http://www.reken.de

Es war für mich so schön, an so einem großen Filmprojekt mitzuarbeiten. Das war kein Leichtes, da wir alle – das gesamte Team –  sehr gründlich an diesem Projekt „Das Dorf in der Heide“ arbeiteten.

Hier der Filmabspann bzw. Referenz vom Dorfschmankerl „Das Dorf in der Heide“:

Das Dorf in der Heide - Mitwirkende

Quelle: Illustrierte Film-Bühne Nr.3422  und Beiblatt Mitwirkende 2013 (auf das Foto klicken zum vergrößern). Danke für die Genehmigung zwecks Veröffentlichung.

Es ist mir eine sehr große Ehre, an so einem historischen Stummfilm mitzuarbeiten und den schön zusammengefassten und vertonten Filmschnitt miterleben zu dürfen. Das war sozusagen mit „mein Kind“, zumal ich für den Film „an jeden Lippen aller Schauspieler hing“, um den Dialog herauszulesen.

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Judith Göller

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  • Hallo Judith,

    haben den Artikel über dich als Lippenleserin gelesen,
    wir sind sehr beeindruckt

    Grüße Frank u. Verena

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