Aufruf zum „Langsam und deutlich sprechen“

Der hörende Unternehmer Bruno Reihl fordert mit seinem Buch alle Deutschen auf, langsam und deutlich zu sprechen.

Er schrieb dazu ein Buch „Der feine Unterschied“:

Dieses Buch ist ursprünglich für Deutsche in der Schweiz gedacht. Siehe auch http://schweizversteher.wordpress.com/

Meiner Meinung nach ist es für alle Menschen wichtig, langsam und deutlich auszusprechen. Besonnener zu werden und beim Sprechen geduldiger zu werden, um verstanden zu werden.

Wenn alle Menschen so wären, dann gäbe es auch viel weniger Missverständnisse zwischen Hörenden und Hörgeschädigten. Nicht nur zwischen Deutschen und Schweizern.

Selbst Hörgeschädigte neigen dazu, viel zu schnell und dadurch zu schlampig zu sprechen (das passiert mir selbst leider auch manchmal – wenn ich zu schnell denke!!!). Die meisten wollen den Hörenden nachahmen und sprechen dann schnell – schlampig und nuschelnd. Dabei wissen viele nicht, dass selbst Hörende auch schlampig sprechen können und nicht unbedingt alle Hörende als Vorbild fungieren können.

Laut Buchbesprechung soll dem Autor Bruno Reihl das Buch so gut gelungen sein, dass dieser als köstlicher, amüsanter Ratgeber empfohlen wird, der zugleich das Zeug zum Bestseller hat. Der Autor will mit Worten Brücken bauen und wechselseitiges Verständnis fördern.

Dieses wechselseitige Verständnis sollte ebenso zwischen Hörenden und Hörgeschädigten unbedingt gefördert werden. Die Sprache ist (inner-)kulturell wichtig. Gibt es dazu ein Buch?

Ähnliche Beiträge

  • Krachende Mimik a la Pastewka

    Krachende Mimik a la Pastewka   Auf vielfachen Wunsch stelle ich wieder etwas Lustiges rein, was mich und meine Familie jedesmal zum Ablachen bringt und das schon seit einiger Zeit… Bastian Pastewka ist meiner Meinung nach einer der Wenigen, die die Leute richtig zum Lachen bringen, selbst wenn diese gerade in Situationen stecken, in denen…

  • Skriptwechsel für gehoerlosblog vollendet

    YUPPIEEEEHHHH – ich habe es endlich geschafft!!! 😀 😀 😀 😀 Der Skriptwechsel für gehoerlosblog ist endlich feeeeertig! Es kann jedoch sein, dass vielleicht einige der Links in den Berichten nicht mehr richtig weiterleiten. Ich wäre sehr dankbar, wenn Ihr mich auf die fehlerhafte Weiterleitung aufmerksam macht. Ich habe noch zwei Blogs umzustellen… da diese…

  • Warum ist „taubstumm“ diskriminierend?

    Vom Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG bekam ich den folgenden Lebenstipp: Hörgeschädigte Menschen empfinden es als diskriminierend, wenn man sie „taubstumm“ nennt, da das Wort „taub“ etymologisch mit „stumm“ und „dumm“ verwandt ist.“ Leider wissen es immer noch nicht viele. Nach wie vor werden viele Gehörlose als „taubstumm“ bezeichnet. Ich muss es immer und…

  • Demis Lautwahrnehmung ändert sich dank Cochlear-Implantat

    Ich habe einen sehr interessanten Bericht von Gerda Reinhard bekommen. Im Zeitungsartikel geht es um die Nichte Demi von Gerda Reinhard. Gerda Reinhard und Bernd Rehling haben zusammen diesen Bericht vom Niederländischen ins Deutsche übersetzt – was ziemlich viel Arbeit war – Hut ab vor beiden! Nun zum übersetzten Zeitungsbericht: Dienstag, 12. September 2006 Zeitschrift…

  • Gebärden gab es schon viel früher…

    Im Kommentar bekam ich einen Link zur Wikipedia, was genau über die Gebärdensprache steht. Vielen Dank für den Hinweis! Die Gebärdensprache gab es schon viel früher, das ist richtig. Aber das, was im Wikipedia steht, ist für mich jedoch keine befriedigende Antwort auf die Frage. Da steht folgendes: Gebärdensprache entstand überall dort, wo sich gehörlose…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert