Gehörlose Mama schreibt ihr Tagebuch

Gehörlose Mama schreibt ihr Tagebuch

Es gibt wieder eine hörgeschädigte Bloggerin mehr *FREU* Sie schreibt in ihrem Blog über ihre Erfahrungen als gehörlose Mama einer Tochter.

Das wird sehr spannend – denn die Erfahrungen der tauben / gehörlosen Mütter weichen doch im Alltag von denen der hörenden Müttern ab – das kann ich bezeugen, da ich selbst auch gehörlose Mutter von zwei Kindern bin.

Ich erinnere mich besonders gut an eine Szene, als meine hörenden Kinder in ihrem Kleinkindalter die gleiche Erfahrung /Erkenntnis machen mussten mit mir als eine gehörlose Mutter:

Ich war im Bad und hatte mein Hörgerät nicht an – auf einmal rannte mein Kind ins Bad zu mir, und weinte – ich tröstete mein Kind und dann wurde ich von ihm angeschrieen: „MAMA!!! Ich muss immer zu dir kommen, wenn ich „AUA“ habe! Andere Mütter kommen immer sofort zu ihren Kindern – aber ich!!! Ich muss immer zuerst zu dir kommen!“

Eine andere (und häufigste) Szene:

Ich bringe meine Kinder zu Bett. Ich höre nichts mehr, beim Schlafen habe ich keine Hörgeräte an, bin also total taub / eine gehörlose Mama. Ich mache das Licht aus. Dann fällt meinen Kindern etwas ein, was sie mir noch sagen wollen – also: Licht anknipsen! Um mit mir reden zu können! Das ist heute immer noch so.

Das Leben der Kinder bei gehörlosen Mütter ist anders. Es heißt nicht, dass hörende Mütter besser sind – es ist einfach NUR anders! Die Kinder passen sich schnell an, damit ihre Bedürfnisse erfüllt werden – sie sind auch früher selbstständig als die Kinder von hörenden Müttern.

Und es gibt viele wundervolle gehörlose Mamas – und eben diese eine davon bloggt nun selbst über ihr Leben als gehörlose Mama – und sie spricht mir ständig aus der Seele heraus – es wird mir da total warm ums Herz:

Eine gehörlose Mama schreibt Tagebuch (Blog-Autorin: Stefanie Mesenich)

Stefanie Mesenich ihre Erfahrungen decken sich sehr mit meinen Erfahrungen und ich erinnere mich zurück. Sie schreibt auch über ihre Ängste. Kürzlich schrieb sie über die vielen Kinder, die sie schlecht versteht und ihre damit verbundenen Ängste: http://tagebucheinertaubenmama.blogspot.com/2012/03/viele-kinderl

Ja, das alles kenne ich, habe ich alles erlebt und durchgemacht – manches war herrlich erfrischend, manches war richtig deprimierend und ließ mich meine Grenzen als gehörlose Mama in der hörenden Gesellschaft deutlich spüren. Als ich meine Kinder auf die Welt brachte, traute ich den Ärzten nicht, aus Angst, sie würden wegen meiner Gehörlosigkeit einfach über meinen Kopf hinweg über mich entscheiden. So entschied ich mich für die Hausgeburten. Ich hatte so die volle Entscheidungsfähigkeit sowie wunderbare und weise Hebammen bei mir, die mich während den Geburten begleiteten. Ich hatte auch sogar einen Kampf mit dem Jugendamt auszutragen…

Jetzt sind meine Kinder in der Pubertät… Ich habe meinen Kindern schon gesagt: „Wenn ihr fertig seid mit eurer Pubertät, bin ich aber nun dran mit meiner Pubertät!“ (ich meine die Wechseljahre, lach 😀 )

Hier geht’s nochmal zum sehr aufschlussreichen Blog von Stefanie Mesenich als gehörlose Mama:

Tagebuch einer gehörlosen Mama

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Ein Kommentar

  1. Vielen Dank für dein tolles Posting daumenhoch Hat mich sehr gefreut und ganz liebe Grüße, Steffie 🙂

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