„Taubstumm“ – eine Beleidigung für Gehörlose

ACHTUNG:
Wer mich „taubstumm“ bezeichnet, befindet sich in Lebensgefahr 😉

Doch nun im Ernst: Das Wort taubstumm ist eine Beleidigung für mich und ebenso für so viele Gehörlose.

Bis jetzt ist mir nur ein einziger Mensch begegnet, der wirklich taubstumm war: Eine Frau, die weder hören noch sprechen konnte. Sie machte den Mund nie auf und aus ihrem Mund kam nie ein Ton heraus, auch machte sie nie Sprechbewegungen. Das ist eine Taubstumme.

Wir Gehörlose aber können sprechen und aus unseren Mündern kommen Töne, wenngleich diese Töne auch nicht immer „normal“ sind (weil wir unsere Stimmen ja nicht hören und somit nicht kontrollieren können) – Töne sind Töne!

Als ein Arzt auf meiner Überweisung für einen Facharzt „taubstumme Patientin“ hinschrieb, habe ich die Überweisung vor seinen Augen zerrissen.

Ihm ist die Spucke weggeblieben *lach*

Ich bat ihn, eine neue Überweisung zu schreiben und „gehörlose Patientin“ hinzuschreiben, da das Wort taubstumm bei mir überhaupt nicht zutrifft und eine Beleidigung für mich ist. Ich fragte ihn, ob ich stumm wäre. Er verneinte. Ich sagte: „Sehen Sie – völlig gedankenlos von Ihnen!“

Dieser Arzt hat den Fehler mit der Bezeichnung „taubstumm“ bis jetzt nicht wieder gemacht 😉

Beim Versteck-Spiel in der gehörlosen Kindheit

Als Kind spielte ich gerne mit meinen hörenden Cousinen und Nachbarsfreunden Verstecken.

Nach einer Weile wunderte ich mich, wieso ich immer gefunden wurde, so gut ich mich auch versteckte.

Darüber wunderte ich mich so sehr und fragte einen Cousin nach dem Versteckspiel, warum ich immer gefunden wurde. Da zischte er mir zu, ich schnaufe! Ich fragte, was schnaufen heißt. Er erklärte mir, dass ich laut Luft hole.

Darüber staunte ich so sehr, dass man mein Schnaufen hören konnte. Das wusste ich absolut gar nicht. Ich rannte ganz schnell zu den Stellen, wo ich mich verstecken konnte und dort holte ich dann ganz stark Atem…

Ich konnte mir als gehörloses Kleinkind überhaupt nicht vorstellen, dass man das Atmen hören kann.

Nach dieser Erkenntnis übte ich, wie ich leise atmen konnte nach dem Rennen. Die Übungen brachten was: ich wurde nicht mehr so leicht entdeckt beim Versteckspiel 😉

Von den Lippen ablesen… erfordert eine hohe Kombinierfähigkeit

Das Ablesen von den Lippen verlangt vieles, nicht nur die Kombinierfähigkeit, auch das Mitdenken.

Hier möchte ich einige Beispiele aufzeigen.

Kurze, einsilbige Wörter sind zu 90% für sich alleine nicht zu verstehen:

Rot, Ton, Tod, tot, Tor…
Rein, ein, heiß, Ei, eins…

Spricht man nur eines dieser Wörter aus, ist der Gehörlose aufgeschmissen. Verständigung ist unmöglich; ein Ratespiel beginnt, was für ein Wort gesprochen wurde.

Sagt man folgendes zum Gehörlosen: „Ein Auto ist rot“, dann kombiniert der Gehörlose zum Auto das Wort „Ein“ und „Rot“.

Richtig versteht der Gehörlose nur das Wort Auto – der Rest wie „Ein“ und „Rot“ ist Kombination, anhand der Vokale E, I und O.

Im Zusammenhang mit Haus/Fußball versteht der Gehörlose „Tor“.
Im Zusammenhang mit Töpfern/Musik versteht der Gehörlose „Ton“.
Im Zusammenhang mit dem Kochen/Essen/Wetter versteht der Gehörlose „heiß“.

Lange und mehrsilbige Wörter sind einfacher von den Lippen abzulesen als die einsilbigen kurzen Wörter.

Ich hoffe, ich konnte hiermit deutlich aufzeigen, welch eine Leistung ein Gehörloser beim Lippenlesen erbringt. Ich hoffe es sehr!

Wenn ein Hörender beim Reden nuschelt, ist sein Mundbild auch „vernuschelt“ und der Gehörlose hat null Chance, ihn zu verstehen. Beim Mundbild sollen die Vokale A, E, I, O, U deutlich ausgesprochen werden, dabei werden die Konsonanten (d, f, g, k, l, m… usw.) auch gleich mit deutlich ausgesprochen. Damit hilft man dem Gehörlosen enorm, dem Gespräch folgen zu können.

Das Extremste, was mir als Gehörlose widerfährt, ist, wenn ein Hörender seine Lippen beim Sprechen fast gar nicht bewegt. Da kann ich nur noch sagen: „Tut mir Leid, ich kann Sie überhaupt nicht verstehen!“

Auf meinem Heimweg von der Arbeit hielt einmal ein Auto neben mir an, die Beifahrerin sprach mich an – ich verstand sie überhaupt nicht. Aber mit dem Blick auf das Autoschild wusste ich, es sind Fremde, die sich in der Stadt nicht auskennen. Ich sagte ihr, ich bin gehörlos und sie solle bitte deutlich sprechen, damit ich sie verstehen kann.

Diese Frau hatte das schlechteste Mundbild, was mir im Leben je widerfuhr: Sie bewegte ihre Lippen überhaupt nicht beim Sprechen! Ich sah nur die fast zusammengebissenen Zähne hin und wieder bisschen auseinander gehen, die Zunge vor und zurück bewegen, die Lippen selbst bewegten sich nicht (Ich bin keine Zähne-Zunge-Ableserin ;-)! ).

Ich war trotz mehreren Versuchen richtig aufgeschmissen und bat sie, aufzuschreiben, da ich sie überhaupt nicht verstehen konnte. Sie wollte aufgeben und der Fahrer wollte weiterfahren, den Nächsten fragen. Ich sagte zu ihr: „Nur weil ich gehörlos bin, kann ich nicht helfen?? Das stimmt nicht! Schreiben Sie auf, wohin Sie wollen, und ich zeige Ihnen den Weg!“

Sie zuckte zusammen (sie fühlte sich offenbar ertappt) und gab sich die Mühe, Papier und Stift hervorzukramen und das Fahrziel aufzuschreiben. Sie wollten zum Garten-Center Dehner. Ich erklärte ihnen, dass sie in der falschen Richtung fuhren, sie müssen umkehren und immer auf genau dieser Vorfahrtstraße bleiben, bis sie das Gartenhaus Dehner auf der rechten Seite sehen.

Die Frau bedankte sich. Selbst das Wort „Danke“ konnte ich überhaupt nicht von ihren Lippen ablesen! Ich konnte es nur erahnen bei ihrem Verhalten, weil sie aufatmend wirkte.

Daran erkennt man: Die Gehörlosen sind vom Mundbild des Gegenübers abhängig. Es liegt an den Hörenden, ein gutes Mundbild zu machen beim Sprechen, damit der Gehörlose sein Gegenüber verstehen kann.

Gehörlosen-Umfrage in Sachen Telefongewinnspiele

Es gibt bei den Fernseh-Gewinnspielen keine Möglichkeit für Hörbehinderte, daran teilzunehmen.

Warum eigentlich?

In jedem Sender gibt es nur Telefon-Nr. während der Fernseh-Live-Show wie z.b. Neun Live, Wer wird Millionär (RTL), Quiznight (SAT1), Das Sportquiz (DSF), … zu sehen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Hörgeschädigten werden hier total vernachlässigt bzw. außen vor gelassen. Keine Möglichkeit, irgendwie am Gewinnspiel teilnehmen zu können.

Nur selten werden die Adressen eingeblendet für die Postkarten-Teilnahme.

Ich habe vor langer Zeit dem Sender RTL und Neun Live einen Brief geschrieben bezüglich der Teilnahme an den Fernseh-Gewinnspielen für Hörgeschädigte.

Mir wurde in den Antwortbriefen mitgeteilt, die Hörenden sollen für uns anrufen, z.B. Familie, Nachbarn, Freunde. Es gäbe auf keinen Fall die Möglichkeit für die Hörgeschädigten, direkt per SMS, Fax oder übers Internet teilzunehmen.

Bemerkung: die SMS geht nur, wenn die eigene Rückrufnummer beim Sender mit eingeblendet wird. Wird man dann „gezogen“, wird dann angerufen! Also auch nichts für Hörgeschädigte, die keinen Anruf entgegennehmen können!
Im Internet wird man bei den Live-Gewinnspielen im Fernseher nur auf die Telefon-Nr. hingewiesen zwecks Teilnahme. Also auch keine Teilnahme übers Internet möglich!

Ist es nicht unfair, immer auf andere angewiesen zu sein, wenn man die Lösung der Gewinnspielfrage weiß?

Die Fernsehgewinnspiele finden außerdem auch immer zu den Zeiten statt, in der fast alles schläft. Warum soll man dann die anderen wecken, nur wegen einem Telefonat?

Diese Fernsehmacher geben uns Hörbehinderten – die nicht telefonieren können – das Gefühl, Menschen 2. Klasse zu sein. Dies ist eine Diskriminierung den Hörgeschädigten gegenüber.

Ihr lieben Leidensgenossen, was sagt Ihr dazu? Schreibt mir bitte eure Meinung über dieses leidige Thema. Ich würde mich darüber sehr freuen.

Mich interessiert sehr, ob die Gehörlosenverbände in diesem Punkt bereits etwas unternahmen und wie die Antworten ausfielen.

Wer schreibt dieses gehoerlosblog? Ich stelle mich vor:

Ich bin die gehörlose Texterin des gehoerlosblogs… 🙂 und es macht mir soviel Spaß zu schreiben. Ich liebe das Schreiben sehr. Ich habe schon immer gerne geschrieben und mit dem Blog habe ich ein hervorragendes Mittel gefunden, meine Berichte zu schreiben.

Ebenso liebe ich es, mich mit meinen Mitmenschen auszutauschen, mir Gedanken zu machen und diese hier niederzuschreiben.

Mit dem gehoerlosblog sowie meinen anderen Blogs komme ich den Menschen auch viel näher als mit einer Website, dessen Code ich immer generieren müsste. Ich kann spontan Berichte auf meinem gehoerlosblog reinstellen, ohne jegliche Codes schreiben zu müssen. Das ist nicht nur ein großes Zeitersparnis, es ist eine reine Freude für mich!

Ich liebe die Blogs!!! So simpel, so einfach, herrlich!!!

Doch nun zu meiner Person:
Texterin von gehoerlosblogIch heiße Judith Göller und lebe in Speyer. Ich bin in den dreißiger Jahren 😉
und Mutter von zwei lieben hörenden Kindern.

Ich machte eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Beruflich arbeite ich im Öffentlichen Dienst in der Finanzbuchhaltung.

Ich bin von Geburt an gehörlos. Ich habe drei Geschwister, davon zwei Schwestern, beide auch hörbehindert und einen hörenden Bruder. Wir drei sind in der ganzen Familie und Verwandtschaft die einzigen Gehörlosen.

Warum wir drei Mädchen hörbehindert auf die Welt kamen, wissen wir nicht. Aber selbst wenn wir es wüssten, hätte es uns auch gar nichts gebracht. Wichtig ist: Wir sind alle gesund!

Und heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten für gehörlose Menschen.

Vor ca. 3 Jahren habe ich mir ein Cochlea Implantat einpflanzen lassen – darüber werde ich auch noch berichten auf meinem Cochleaimplantatblog.

Jetzt nur soviel: Ich kann mit dem Cochlea Implantat auf jeden Fall viel besser hören als mit dem Hörgerät, aber immer noch kaum etwas verstehen über das Gehör. Ich bin ja von Geburt an gehörlos und total fixiert auf das Mundabsehen, dass es mir so komisch vorkommt, mit einem abgewandten Gesicht zuzuhören. Jetzt immer noch. Ich brauche immer Kontakt von Angesicht zu Angesicht. Hinzu kommt, dass die menschlichen Stimmen so komplex sind, dass ich sie bis jetzt immer noch nicht richtig zuordnen kann.

Ich bin mir den Spannungen in den gehörlosen Gruppen bewusst, verhalte mich jedoch neutral den Spannungen gegenüber. Ich bin traurig darüber, dass es diese Spannungen gibt. Etliche wollen „normal“ leben unter den Hörenden und wenden sich von den Gehörlosen ab. Dabei haben sie genau die gleichen Probleme wie die Gehörlosen, von denen sie sich abwenden. Und außerdem: Wer ist schon normal? 😉

Ich bin dafür, dass wir Gehörlose, Deafs, Hörgeschädigte, Ertaubte, Spätertaubte, Schwerhörige, Taubblinde, Cochlea-Implantat-Träger, also wir alle Betroffenen bezüglich der Hörschädigung, zusammenhalten.

Gerade erst recht, da wir eine Minderheit sind. Jeder ist individuell. Jeder von den Betroffenen kann seine Stärke und seinen Talent einbringen, um den Zusammenhalt zu festigen. Wichtig ist auch, die Entscheidung jeder einzelnen in seiner Lebensweise zu akzeptieren und respektieren, sowie gemeinsam die Hörenden aufzuklären. Die Scham und die Abneigung bezüglich der Hörschädigung ist hier fehl am Platz. Die gegenseitige Unterstützung und Toleranz ist in der Minderheit sehr wichtig. Keiner von uns ist perfekt bzw. weniger oder mehr wert. Jeder ist wichtig, ob behindert oder nicht!

Es würde mich so sehr freuen, wenn mein gehoerlosblog mit dazu beiträgt, dass das Verständnis zwischen Gehörlosen (GL) und Hörenden (HD) in beide Richtungen wachsen kann.

Deaf Handy-Club – Handys für Gehörlose

Beim Deaf Handy-Club gibt es gute Hilfen für die Gehörlosen.

Das Besondere an diesem Deaf Handy-Club ist, dass die Handy-Tarife den Bedürfnissen der Gehörlosen angepasst wurden!
Da die Gehörlosen ja viele SMS verschicken, gibt es hier deshalb sehr günstige SMS – Tarife.

Dazu noch viele Infos wie z.B. GL-Stau-Infos, Pannenhilfe, Gehörlosen-Notruf, Mobilfax und technische Hilfe im Beruf/
am Arbeitsplatz.

Im Rahmen des Notrufs 111 wurde ein Projekt ins Leben gerufen: deaf-sos

Dieses deaf-sos-Gerät ist für alle Handys verfügbar. Für dieses Projekt deaf-sos werden 1.200 gehörlose Tester gesucht.

Verantwortlich für diesen Deaf Handy-Club ist der Engelschutz e.V. aus Berlin. Mit der Abteilung Deaf Handy-Club will der Engelschutz e.V. jedem Gehörlosen sowie seinen Angehörigen, Freunde, Kollegen und Berater zur Seite stehen, wenn es um die Themen Handy, mobile Kommunikation und Notruf unterwegs geht.

Da kann ich wieder sagen, wie bereits in meinem Bericht (Fax, Handy, Internet – ein wunderbarer Segen…) erwähnt:

Danke, dass es diese Handy-Hilfe für die Hörgeschädigten gibt!

Hier geht es zum Deaf Handy-Club

Fax, Handy, Internet – ein wunderbarer Segen für die Hörgeschädigten

Ich empfinde es als einen großen Segen, dass es die Handys, Faxgeräte, Bildtelefone, und das Internet gibt.

Gerade für die Hörgeschädigten / Gehörlosen ist all diese Technik ideal, unabhängig von Hörenden ein eigenes Kommunikationsnetz aufzubauen. Echt klasse!

Wenn ich daran denke, wie ich früher Kontakt zu meinen Mitmenschen aufnahm – entweder per Brief oder Telefonkontakt mittels eines Hörenden. Die Abhängigkeit war deutlich spürbar und auch oft ärgerlich für mich, weil ich gerne unabhängig war, aber nicht immer konnte wegen meiner Gehörlosigkeit.

Und heute genieße ich die Unabhängigkeit beim Aufbau und Pflege meines Kommunikationsnetzes per Handy, Faxgerät und Internet. Haah, ein herrliches Gefühl!

Ich danke den Menschen sehr, die die Bildtelefone, Faxgeräte, Handys und Computer sowie das Internet erfanden!

Damit wird nicht nur der Kontakt zu anderen Gehörlosen / Behinderten ermöglicht, sondern zu allen, die auch diese technische Mittel benutzen.

Einfach wunderbar!

Gehörloses Theaterstück „Barbie’s Hospital“ auf dem Rheinland-Pfalz-Tag 2006 in Speyer

Es war ganz toll, wie die Theatergruppe Barbie ihr Stück „Barbie’s Hospital“ in der „Selbsthilfemeile“ aufgeführt hat.

Sie zeigt damit ganz deutlich auf, wie gehörlose Menschen vom Mundbild, Mimik und Gebärden abhängen und wie Missverständnisse dabei auftauchen.

Hier einige Ausschnitte des Theaterstücks:

Kontaktaufnahme zu MamaHier wird das gehörlose Mädchen mit Schmerzen durch eine Passantin ins Barbie’s Hospital gebracht. Sie bittet die Krankenschwester um ein Blatt Papier zum Faxen an die Mama, damit die Mama Bescheid weiß, wo sie ist.

MundschutzDer Doktor spricht mit ihr. Sie versteht jedoch nichts, da er Mundschutz anhat. Sie bittet ihn, den Mundschutz abzunehmen, damit sie von seinem Mund absehen kann.

MundbildJetzt sieht die Gehörlose das Mundbild des Doktors und erschrickt: Er hat ein übermäßig großes Gebiss. Mundabsehen ist weiterhin unmöglich! Eine lustige Einlage der Theatergruppe 🙂

Gebärden-DolmetscherWährenddessen wartet und wartet die Mutter voller Sorgen auf ihre Tochter (Die Patientin fragt die Krankenschwester, wo ihre Mutter bleibt. Die Krankenschwester hat vergessen, den Faxbericht weiterzuleiten!). Nach Stunden erst bekommt die Mutter ein Fax vom Krankenhaus. Sie telefoniert per BiFon (Bildtelefon) mit der Gebärdensprachdolmetscherin, diese kommt zu ihr und begleitet sie zum Krankenhaus.

Mutter kommt zu Tochter in die KlinikDie Mutter eilt an das Bett ihrer Tochter und die Tochter beklagt sich darüber, dass sie so spät kommt und der Doktor ihren Bauch untersuchte, statt sich ihren schmerzenden Kopf anzugucken.

Nach Bereinigung des Missverständnisses durch die Gebärdensprachdolmetscherin erklärt die gehörlose Tochter dem Doktor, dass sie ihn überhaupt nicht versteht und gibt ihm einen kleinen Einblick, wie er besseres Mundbild machen und auch Gebärden und Mimik hinzunehmen soll. Sie bringt es ihm auch gleich bei.

Die Patientin möchte den Doktor und die Krankenschwester zu einem Gebärdensprachkurs einladen, damit sie später miteinander etwas besser kommunizieren können. Ihre Mutter gibt den Zettel, wo die Gebärdensprachkurse in der Umgebung stattfinden.

Ohne die Gebärdensprachdolmetscher klappt es nicht immer, wenn es wichtige Besprechungen gibt, sonst gibt es Missverständnisse. Deswegen brauchen die Gehörlosen auch die Gebärdensprachdolmetscher.

Mimik vom KindHier seht ihr ein Kind im Publikum, das dem Theaterstück gespannt zuschaut und unbewusst deren Mimik übernimmt 😉 Am Publikum erkennt man gut, wie erheiternd und aufklärend das gehörlose Theaterstück gleichzeitig auf die Menschen wirkt.

Gruppenbild der TheatergruppeDas Gruppenbild der Theatergruppe „Barbie’s Hospital“ nach der Aufführung.

Dom zu SpeyerUnd hier seht ihr, wo der Rheinland-Pfalz-Tag 2006 stattfand: In einer der schönsten Städten Deutschlands: Speyer – hier der Dom zu Speyer.

Speyer ist immer ein Besuch wert.

Bilder von der gehörlosen Theatergruppe sowie Mitglieder vom „Landesverband der Gehörlosen Rheinland-Pfalz e.V.“ während dem Umzug beim Rheinland-Pfalz-Tag:

Begrüßung durch den rheinland-pfälzischen Ministerpräsident Kurt Beck während dem Umzug

Unterschied bei Gehörlosen

Ich habe im Internet eine sehr interessante Seite gefunden, die für die Gehörlosen und Hörenden gleichermaßen sehr gut geeignet ist zum besseren Verständnis füreinander!

Den Bericht hierzu von einem Hörenden können Sie hier nachlesen:

  • gehörlos – was heißt das?
  • Der Bericht kommt sehr nah dran beim Erklären, was gehörlos heißt. Darin wird der Unterschied umfassend beschrieben, was beim gehörlosen Menschen anders ist.

    Was mich erstaunte: Es schreibt ein Hörender diese Erklärung über den Unterschied bei den Gehörlosen und ich selbst als Gehörlose weiß zum ersten Mal nicht, was ich dem Bericht noch zufügen könnte. Der neutrale Ton gefällt mir bei diesem Bericht! Sehr lobenswert!!!

    Die Seite selbst

  • visuelles-denken (hier klicken)
  • sollte auch unbedingt angesehen werden.

    Hier werden interessante Aspekte der Gebärdensprache erläutert und die Grundlage der Gebärdensprache sehr bildhaft erklärt. Es gibt hier sogar ein Internet-Gebärdenkurs zum Einschnuppern.
    Ideal als Einstieg für Hörende, die sich für Gebärdensprache interessieren, sowohl auch für Gehörlose, die sonst in der hörenden Welt leben und mal eine Auffrischung brauchen in der Gebärdensprache.

    Jeder Interessierte profitiert hier davon! Sehr sehens-, lesens- und lernenswert!

    Diese Seite dient zum besseren Verständnis zwischen Hörenden und Gehörlosen.

    Ich bin selbst ja gehörlos. Ich komme in meinem Alltag viel mit Hörenden zusammen.

    Wenn ich dann in meiner Freizeit mit Gehörlosen zusammen komme, merke ich hier, wie ich mich entspannen kann. Keine Mühe beim Lippenlesen wie bei den Hörenden, obwohl ich sehr gut beim Lippenlesen bin.

    Bei den Gehörlosen kann ich einfach auch mal vor mich hin dösen und bekomme doch etwas vom Gespräch anderer Gehörlosen mit, kann hier und da was aufschnappen.

    So, wie ein Hörender vor sich hindöst und doch hier und da was von den Gesprächen aufschnappt.

    Viel Vergnügen beim

  • virtuellen Schnupper-Gebärdenkurs!
  • * Gehörlose Theatergruppe Barbie kommt zum Rheinland-Pfalz-Tag nach Speyer

    Der Rheinland-Pfalz-Tag findet vom 19. Mai bis 21. Mai 2006 in Speyer statt.

    Da gibt es sooo viele Attraktionen. Ich bin eine Speyererin und bekomme mit, wie hier in Speyer alles auf Hochtouren für dieses besondere Wochenende vorbereitet wird.

    Es wird so emsig gearbeitet wie bei den Ameisen. All die Wegweiser zu den Parkplätzen mit Bus-Anschluss in die Stadt sind schon aufgestellt.

    Es werden nämlich ca. 300.000 Besucher an diesem Wochenende erwartet!!!

    Echt vorbildlich! Bleibt zu hoffen, dass auch alles reibungslos verläuft!

    Doch nun zu der gehörlosen Theatergruppe Barbie – diese hat den 15-minütigen Auftritt in der Stadt in der „Selbsthilfemeile“ (Wormser Straße), jeweils um 14.30 Uhr und 16.30 Uhr.

    Am Sonntag ist diese gehörlose Theatergruppe auch beim Umzug dabei!!

    Wer Interesse hat, kann diese gehörlose Theatergruppe bewundern. Ich selbst bin sehr gespannt darauf!