Frust heute bei hörbehinderten Jugendlichen / Wirtschaftskrise

Leider muss ich auch die Tendenz beobachten, dass viele hörbehinderte Jugendliche (nicht nur diese, auch in der hörenden Welt) nicht viel aus sich machen – faul, bequem, kein Ehrgeiz? Das muss nicht unbedingt sein.

Ich denke nämlich auch, dass das mit der Marktwirtschaft zusammenhängt. Die Jugendlichen bekommen mit, dass die Älteren große Sorgen um den Arbeitsplatz haben. Überall wird Personalabbau betrieben. Die Eltern haben Existenz-Ängste und die Kinder bekommen es mit.

Ist es dann ein Wunder, dass viele Kinder / Jugendliche heutzutage deshalb keine Motivation mehr haben?

Klar und deutlich ist auf jeden Fall:

Wir müssen andere Wege gehen in unserem Informationszeitalter – für alle unsere Kinder! Wirtschaftlich und politisch.

Die Tendenz ist logisch:

Es gibt immer mehr Technik, die die Menschen als Arbeitskräfte ablösen. Einen Umkehreffekt gibt es nicht. In der Betriebswirtschaft wird gelehrt, immer mehr, mehr Profit / Gewinn zu machen… Auf Dauer geht es jedoch nicht.

Ich bin von Beruf Industriekauffrau und mache mir sehr viele Gedanken über unsere derzeitige Wirtschaftskrise und die Zusammenhänge zwischen Technik und Menschen. Viele alte Berufe haben heute keinen Bestand mehr und sind auch sogar ausgestorben.

Deshalb muss man die Technik nicht gleich verfluchen, die ist im Großen und Ganzen ein Segen für uns, nur müssen wir einfach flexibler werden und komplett andere / neue Wege gehen.

Technik Internet: Was täte ich heute ohne Internet? Nicht auszudenken, denn das Internet ist ein ganz tolles Instrument für uns, besonders für uns Hörbehinderte / Deafs…

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2 Antworten auf „Frust heute bei hörbehinderten Jugendlichen / Wirtschaftskrise“

  1. Den Frust bei hörbehinderten Jugendlichen kann ich bestens nachvollziehen. Ich (hörend) habe einem hörbehinderten Jugendlichen geholfen, lediglich einen Schulpraktikumsplatz zu suchen. Das hatte nicht mal unmittelbar mit Wirtschaftskrise zutun. Aber der Frust ist schon immens, wenn es gleich eine Abfuhr gibt und man dem Jugendlichen nur deshalb keine Chance gibt, weil er gehörlos ist. Die Wirtschaftskrise kommt dann noch dazu.

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