Speyerer Zeitungsbericht über Life Insight-Redakteur Fabio Del Tufo

Am Freitag, dem 1. Dezember 2006 kam in der Zeitung “Die Rheinland-Pfalz” – regionale Ausgabe folgender Artikel über den Speyerer Fabio Del Tufo:

Brücke zur lauten Welt”

Speyerer gibt Magazin für Hörgeschädigte heraus

Mit zwei Freunden hat er “bei Null angefangen”: Fabio Del Tufo (29) ist einer von drei Chefredakteuren und Initiator eines neuen “Lifestyle-Magazins von Hörgeschädigten für Hörgeschädigte“, das bislang mit zwei Ausgaben in München erschienen ist. “Mein Ziel ist, der lautlosen Welt eine Brücke zur lauten Welt zu schlagen”, erklärt Fabio Del Tufo bei einer Begegnung in Speyer, seiner Heimatstadt.

Er ist seit seiner Geburt am 21. Dezember 1977 nach eigenen Worten “leicht schwerhörig”, seine Kollegen in der Chefredaktion sind teils “hochgradig schwerhörig, teils gehörlos”. Was die Verständigung und Zusammenarbeit im Team aber kaum beeinträchtige. Dank Gestik und Gehörlosensprache.

Fabio Del Tufo ist trotz seiner jungen Jahre in der Welt herumgekommen: “Ich kenne viele Leute, die mich auf die Idee gebracht oder darin bestärkt haben.”

Die Mutter des Jungunternehmers lebt seit 35 Jahren in Speyer, kam 1972 als Christine I. (Milet) zur Ehre der Speyerer Fastnachtprinzessin, wohnte damals im Haus von Luise Herklotz, heiratete den vor fünf Jahren verstorbenen italienischen Gastronomen Del Tufo (damals “Bernardusklause”) und ist seit Jahren in verantwortlicher Stellung in einem Speyerer Unternehmen beschäftigt.

Nach Schulbesuch machte Fabio eine dreineinhalbjährige Lehre bei den Speyerer Stadtwerken, arbeitete danach als Schaltanlagen-Elektriker bei Siemens in Karlsruhe, dann als Energie-Elektriker in Berlin und zuletzt in Augsburg, wo er sich bei einem Unfall eine so schwere Handverletzung zuzog, dass er seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben konnte.

Das Schicksal der Schwerhörigkeit hat ihn stets begleitet, ihm aber nicht den Optimismus genommen. “Ich hatte immer eine Fülle von Ideen und wollte was Neues machen.” Eine einer Ideen war dann die Gründung seines Projektes “Life InSight“, so der Titel einer Hochglanz-Illustrierten mit 56 Seiten. “Wir bringen lebensfrohe Fotoreportagen, Interviews mit prominenten Gehörlosen, perfekt fotografierte Berichte von Sportveranstaltungen, Partys und Kulturevents”, heißt es im Vorwort der Startnummer. Alles auf die Interessen Gehörloser zugeschnitten.

Das Magazin habe immerhin schon “einige hunderte” Abonnenten – “aber mehrere Tausend müssten es sein”, sagt Fabio. Immerhin gebe es in Deutschland rund 250 000 Hörgeschädigte.

Staatliche Hilfe, Sponsoren und Unterstützung durch die offiziellen Hörgeschädigten-Organisationen lassen noch zu wünschen übrig, findet Fabio Del Tufo. Er lässt sich nicht entmutigen, “um Menschen zu erreichen, die zwar nicht hören, aber sehr wohl verstehen können”. (whl/Foto: Hill)


Mit Fabio Del Tufo habe ich nicht nur den Status des Speyerers gemeinsam,
wir sind auch viele Jahre gemeinsam mit dem Schulbus zu unserer Schule gefahren. Ich aß gerne die Pizzas seines Vaters; und dann war er in seiner Ausbildung auch mein Kollege in der gleichen Firma in Speyer ;-)

Ich kenne ihn all die Jahre als einen lebendigen Menschen, er setzte sich überall ein, wo er konnte / kann. Er versteht es sehr gut, seine Begeisterung an andere weiterzugeben. Eben ein klasse Typ voller Leben und mit großem Herzen.

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